Inter Mailand

vonapa/red
Montag, 13. Februar 2012

Fans fordern: "Geht arbeiten!"

  • Die Fans haben die Nase voll. So schlecht war ihr Team zuletzt vor 65 Jahren.
Inter Mailand • Fans fordern: "Geht arbeiten!"
 

Die peinliche 0:1-Heimpleite gegen Novara war nur das letzte Fettnäpfchen, das die Inter-Mailand-Stars in der laufenden Saison offenbar nicht auslassen wollten. "Geht arbeiten", forderten die empörten Anhänger folgerichtig. Nur zwei Jahre nach dem historischen Triple gelang Inter jetzt nämlich die nächste denkwürdige Bestmarke: Neun Niederlagen in 23 Spielen kassierten die Mailänder zuletzt vor 65 Jahren.

Elf Punkte trennen den Tabellenfünften von Spitzenreiter Milan, sogar die Champions League-Teilnahme ist in Gefahr. "Ein Alptraum!", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Montag. Und die Tifosi fragen sich: Wer soll Inters Absturz auf Raten aufhalten? Und Trainer Claudio Ranieri wird gedanklich bereits verabschiedet: "Jetzt wird es zappenduster für Ranieri", prophezeit die Gazzetta.

Seit dem Champions League-Triumph vor zwei Jahren geht es mit dem Club des Mailänder Öl-Magnaten Massimo Moratti Schritt für Schritt bergab. Mit Erfolgstrainer Jose Mourinho hat sich bei den Blauschwarzen im Sommer 2010 anscheinend auch die Sieger-Mentalität verabschiedet. Die Mannschaft ist verunsichert, Mittelfeld-Stratege Wesley Sneijder mutierte vom Superstar zum Problemfall. Mit Samuel Eto'o ging vor einem halben Jahr auch noch der erfolgreichste Torjäger, und die Neuzugänge schlagen nicht ein. Zwischenhochs wie die Vize-Meisterschaft in der vergangenen Saison oder der Dienstantritt von Ranieri im Herbst vergangenen Jahres waren nur von kurzer Dauer.

Ranierie im Schussfeld
Nach dem total enttäuschenden Kurz-Gastspiel von Gian Piero Gasperini hatte der weißhaarige Signore den Club übernommen und das Team aus der Abstiegszone wieder an die Spitze herangeführt. Jetzt aber geht seinem Kader schon wieder die Luft aus. Ranieri steht in der Kritik, auch wenn er zurecht beklagte, dass sein Team gegen Novara und in den Spielen zuvor "vom Pech verfolgt" war. Moratti sprach Ranieri zwar erneut öffentlich das Vertrauen aus, viel wert ist dies aber nicht. Der 66-jährige Club-Boss ist bekannt dafür, Trainer in Rekordzeit zu verschleißen.

13.2.2012 14:53
Autor:apa/red