Wiener Neustadt - Rapid

vonapa/red
Montag, 13. Februar 2012

Der Retter Jörg Siebenhandl

  • Peter Stöger sieht "eine große Zukunft" für seinen Goalie. Schöttel lobt den Platz.
Wiener Neustadt - Rapid • Der Retter Jörg Siebenhandl
 

Die Wiener Neustädter Mannschaft kann sich vor allem bei ihrem Tormann Jörg Siebenhandl bedanken, gegen Rapid gepunktet zu haben. "Der Jörg hat super gehalten", konstatierte Stöger und war überzeugt: "Er ist immer aktiv und gibt nie einen Ball auf. Ich meine, er hat eine große Zukunft für sich." Rapid-Trainer Peter Schöttel sieht hingegen noch "Luft nach oben". Dafür lobte der Wiener die Verhältnisse: "Das flüssige Spiel kommt da nicht zustande, aber der Platz war für die Bedingungen sensationell."

"Uns fehlen halt die Geschichten, dass wir früh in Führung gehen, oder aus einem Standard treffen. Deswegen fehlen uns einige Punkte", weiß Schöttel. Angesichts der zahlreichen Chancen seiner Elf war der Rapid-Trainer "natürlich enttäuscht", freilich konnte er auch nicht seine Wunschelf aufs Feld schicken. Deni Alar war auf der ungewohnten rechten Flanke gefragt, und im defensiven Mittelfeld ersetzte der im Herbst nur sporadisch eingesetzte Boris Prokopic Thomas Prager. Auch die Bodenverhältnisse kamen seinem Team nicht unbedingt entgegen.

Diesbezüglich muss sich Schöttel im Hinblick auf das Derby kaum Sorgen machen. Denn am kommenden Samstag könnte das Thermometer im Ernst-Happel-Stadion, das auch mit einer Rasenheizung gewappnet ist, über Null klettern. Auch Wr. Neustadts Trainer Peter Stöger war vom Rasen beeindruckt. "Wir haben sicher schon Spiele unter viel schlechteren Bedingungen gehabt", erklärte der 45-Jährige, der mit der Leistung seiner Mannschaft "vollauf zufrieden" war. Vom Schlusslicht Kapfenberg ist man durch 13 Punkte getrennt, den Vorsprung auf Mattersburg hat man auf sechs Zähler ausgebaut.

Mann des Abends war zweifelsohne Neustadt-Goalie Jörg Siebenhandl. Vor den Augen von Teamchef Marcel Koller lieferte der 23-Jährige, der bereits unter Interimsteamchef Willi Ruttensteiner im September erstmals in den ÖFB-A-Kader einberufen worden war, eine überzeugende Vorstellung ab.

Burgstaller lobt Siebenhandl
Auch Rapids Solospitze Guido Burgstaller, der im vergangenen Sommer aus Wr. Neustadt nach Hütteldorf gewechselt war, zeigte sich von den Taten des gegnerischen Tormanns beeindruckt. "Der Unterschied war einfach, dass Siebenhandl heute sensationell gehalten hat", erklärte der 22-Jährige. Und der von Rapid im Winter leihweise nach Neustadt gewechselte Christoph Saurer, bestätigte: "Er hatte einen sehr hohen Anteil am Ergebnis."

13.2.2012 10:40
Autor:apa/red