Hightech-Radarfalle

vonpte/red
Donnerstag, 9. Februar 2012

Massenraser im Visier

  • Geschwindigkeitsmessung "Cordon" schafft 32 Schnellfahrer auf einen Streich

 

Damit könnte auch die heimische Polizei die knapp fünf Millionen Raser in den Griff bekommen: Ein neues Geschwindigkeits-Kontrollsystem aus Kanada soll Schnellfahrer, die sich in der Menge sicher fühlen, überführen. Neben der Tempomessung kann das Gerät zudem Nahaufnahmen jedes Verkehrssünders und dessen Nummerntafel machen, im Dunklen sehen und Geisterfahrer erkennen.

Der Hersteller Peak Gain Systems hat es auf Autofahrer mit Hang zum Geschwindigkeitsrausch in Gruppen abgesehen. Denn die Hightech-Radarfalle Cordon ist in der Lage, bis zu 32 Fahrzeuge auf einmal zu erfassen. Das Weitwinkelobjektiv ermöglicht dabei die Überwachung von vier Fahrspuren gleichzeitig.

Jedes Fahrzeug wird dabei auf der hochauflösenden Aufnahme mit einem Informationsbalken markiert. Dieser zeigt das ausgelesene Nummernschild des Vehikels als auch einen Farbcode. Grüne Färbung indiziert eine Geschwindigkeit innerhalb des erlaubten Bereiches, Gelb eine leichte Überschreitung im Rahmen der möglichen Messunschärfe. Bei einem roten Balken wird es teuer für den Fahrer.

Raser und Geisterfahrer im Visier
Entlarvte Rowdies werden in Folge auf einem Foto verewigt, zusätzlich wird eine Nahaufnahme des Kennzeichens angefertigt und mit GPS-Koordinaten versehen, um die einwandfreie Überführung zu gewährleisten. Um nachträgliche Manipulation zu verhindern, erfolgt die Speicherung verschlüsselt.

Auch in der Nacht sollen Schnellfahrer der neuen Messstation nicht entkommen können, da sie mit Infrarot-Spotlights ausgestattet. Gleiches gilt auch für Geisterfahrer, die dem elektronischen Auge ebenfalls nicht entgehen.

Cordon in Österreich kein Thema
In Österreich sind Geräte im Einsatz, die die Identifikation des Schnellfahrers eindeutig zulassen. "Nach dem Auslösefoto wird ein weiteres Bild im Abstand von 0,5 Sekunden geschossen. Beide Aufnahmen werden an das Eich- und Vermessungsamt übermittelt, die Anhand der Unterschiede feststellen können, wer die Geschwindigkeitsübertretung begangen hat", so Michaela Rossmann von der Bundespolizei Wien . In Österreich ist die kanadische Neuentwicklung noch kein Thema.

Weiterführender Link:
Peak Gain Systems

9.2.2012 12:34
Autor:pte/red