Trunkenheit im Verkehr
Rauschige U-Bahnfahrt
- Lenker rast mit 2,08 Promille durch Münchner U-Bahnnetz. Jetzt drohen ihm harte Strafen.

Trunkenheit am Steuer ist an sich schon schlimm genug. Noch schlimmer, wenn man hunderte Fahrgäste im Schlepptau hat: Mittwochabend rauschte ein U-Bahnfahrer mit 2,08 Promille durch das Münchner U-Bahnnetz. Dem Angestellten drohen nun harte Strafen.
Anfangs ruckelte es etwas, danach ging es dafür umso rasanter voran. Der stark alkoholisierte Harald K. startete die Fahrt am Münchner Hauptbahnhof. Die erste Haltestelle verpasste der Zug der Linie 1 laut "focus.de" glatt. Zu stehen kam er erst im Tunnel. Das Ein- und Aussteigen war damit unmöglich. Der Vorfall wiederholte sich in einer weiteren Station, die Fahrgäste wurden misstrauisch.
Mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs
Schließlich überfuhr der Lenker, der mit der Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h unterwegs war, ein Stoppsignal. Das löste eine automatische Notbremsung aus. Die Fahrgäste, die während der Fahrt durch die Türe der Fahrerkabine mit dem Lenker Kontakt aufzunehmen versucht hatten, berichteten nachher von einem starken Alkoholgeruch, der aus der Kabine drang.
Fahrerlaubnis entzogen
Harald K. war seit mehr als 15 Jahren bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) tätig. Jetzt wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen. Zudem droht ihm eine polizeiliche Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. Der MVG schließt eine Kündigung nicht aus.
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