Whitney Houston tot

vonapa/red
Montag, 13. Februar 2012

Woran starb die Soul-Diva?

  • Sie lag tot in Badewanne. Polizei fand diverse Tabletten in ihrem Hotelzimmer
 

Eine Legende ist tot. Whitney Houston ist im Alter von nur 48 Jahren gestorben. Die Sängerin wurde am Samstag (Ortszeit) laut einem ABC-Bericht "leblos in der Badewanne ihres Hotelzimmers" aufgefunden, und zwar von ihrer Stylistin mit dem Kopf unter Wasser. Eine Ursache ist bisher nicht bekannt, Hinweise auf Fremdverschulden gibt es laut einem Polizeisprecher nicht. Der Tod der Ausnahmekünstlerin löste weltweit Bestürzung aus. Nun wird gerätselt, woran die Soul-Diva starb.

Ohne Nennung von Quellen hieß es in dem TV-Bericht, spätestens am Montag solle eine Autopsie der Leiche vorgenommen werden. Der Tod wurde am Samstag um 15.55 Uhr Ortszeit (Sonntag 00.55 Uhr MEZ) festgestellt. Zunächst hatte es geheißen, die Sängerin sei auf dem Boden liegend gefunden worden, Wiederbelebungsversuche seien gescheitert.

Kein Hinweis auf Verbrechen
Die Polizei in Beverly Hills war zu einer Stellungnahme zu dem ABC-Bericht vorerst nicht zu erreichen. In der Nacht hatte Polizeisprecher Rosen gesagt, Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht. "Wir untersuchen noch, aber auf den ersten Blick weist nichts auf eine kriminelle Absicht hin."

Hier wurde sie zuletzt gesehen - verwirrt und zerzaust
Zum letzten Mal wurde Houston am Donnerstag vor einer Diskothek in Hollywood in der Öffentlichkeit gesehen - laut dem Sender ABC wirkte sie verwirrt. Zu einer Probe am selben Tag erschein sie laut "Los Angeles Times" zerzaust, in eigenartiger Kleidung und mit tropfnassem Haar. Beim Sprechen soll sie wilde Handbewegungen gemacht haben und später ziellos durch die Eingangshalle gelaufen sein.

Houston starb einen Tag vor der Verleihung der Grammy-Awards, des begehrtesten Musikpreises der Welt, mit dem Houston selbst mehrfach ausgezeichnet wurde. Vor dem Hotel standen mehrere Polizeifahrzeuge und ein ambulantes Labor, während Fans und Hotelgäste auf den Fernsehschirmen in der Halle erschüttert die Berichte zu Houstons Tod verfolgten.

Grammys im Zeichen von Whitney
Neil Portnow, Präsident der die Grammys vergebenden Recording Academy, hatte die Sängerin zuletzt jedoch sehr positiv erlebt. Journalisten bei Davis' Party erzählte er, sie habe "toll geklungen, toll ausgehen, sie war voller Leben". Bei der Verleihung der begehrten Musikpreise am Sonntagabend (Ortszeit) wird der Musikdiva kurzfristig Tribut gezollt. Laut Show-Produzenten Ken Ehrlich soll bei dem "respektvollen und angemessenen" Gedenken u.a. die 30-jährige Jennifer Hudson singen. "Sie hätte das auch so gewollt. Sie war eine große Künstlerin, eine große Darstellerin und wusste wie wichtig es ist, ein Publikum zu begeistern", so Ehrlich gegenüber CNN. "Und genau das wollen wir heute Abend tun."

Die Hits der Sängerin
In den 80er und 90er Jahren avancierte die junge Schönheit mit der außergewöhnlichen Stimme zum Superstar und feierte Erfolge mit Chart-Hits wie "Saving All My Love For You", "How Will I Know", "I Wanna Dance With Somebody" und der romantischen Hymne einer ganzen Generation, "I Will Always Love You". Gänsehaut erzeugte nicht nur ihr offizielles Lied der Olympischen Spiele 1988, "One Moment in Time", sondern auch ihre Darbietung der US-Nationalhymne beim Super Bowl 1991, die zum ersten und einzigen Mal in den Charts landete. Die mit den meisten Auszeichnungen bedachte Künstlerin aller Zeiten verkaufte weltweit mehr als 170 Millionen Platten und erhielt u.a. sechs Grammy- und 30 Billboard Music Awards. An der Seite von etwa Denzel Washington ("Rendezvous mit einem Engel") oder Kevin Costner ("Bodyguard") erntete Houston in den 90er Jahren auch als Schauspielerin Anerkennung.

13.2.2012 14:26
Autor:apa/red
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