Formel 1
Geheimniskrämerei um Silberpfeil
- Mercedes versteckt seinen neuen Boliden. Was hat Superhirn Ross Brawn ausgeheckt?

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Mit Red Bull, Ferrari und McLaren haben bereits alle Top-Teams ihre neuen Boliden vorgestellt. Doch halt, eines fehlt! Mercedes macht ein riesiges Geheimnis um seinen neuen Silberpfeil - kein Wunder also, dass die Gerüchteküche brodelt und die Konkurrenz rätselt, was Superhirn Ross Brown wohl ausgeheckt hat.
Bei den ersten Tests in Jerez probierten Fahrer wie Mark Webber oder F1-Rückkehrer Kimi Räikkönen erstmals ihre neuen Boliden aus. Michael Schumacher und Nico Rosberg hingegen kommen mit dem Vorjahresmodell.
Neuer Super-Silberpfeil?
"Wir wollen so lange wie möglich an der Basis des neuen Autos basteln", meint Schumacher gegenüber der "Bild". Doch ist das wirklich die Wahrheit? Angeblich soll der neue Silberpfeil schon fix und fahrtüchtig in der Garage stehen. Dennoch will Mercedes bis zu den nächsten Testfahrten in Barcelona warten, um den neuen Boliden vorzustellen. Es scheint ganz so, als hätte sich Superhirn Ross Brawn etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Musste er auch, um Red Bull Paroli bieten zu können. Indem man mit der Vorstellung des neuen Flitzers noch wartet, könnte man das Risiko minimieren, dass andere Teams nochmals nachziehen.
Auf die Frage, ob man den Boliden tatsächlich vor der Konkurrenz verstecken wolle, reagiert Mercedes-Chef Norbert Haug ausweichend. "Ich habe mir unser neues Auto angesehen. Es gefällt mir ausgesprochen gut", gibt er sich gegenüber der "Bild" verschlossen. Ob das Auto - wie von Schumi erwähnt - noch nicht völlig fertig ist, will er jedenfalls nicht verraten.
Bestzeit in Jerez
Schumacher war am zweiten Tag der Formel-1-Testfahrten in Jerez de la Frontera der Schnellste. Der Rekord-Weltmeister aus Deutschland stellte mit dem Vorjahres-Boliden seines Teams Mercedes in 1:18,561 Minuten die Mittwoch-Bestzeit auf. Schumacher war auf dem 4,42 Kilometer langen Circuito de Jerez um mehr als eine halbe Sekunde flotter als Kimi Räikkönen bei seiner Topmarke am Dienstag.
Schumacher war kaum zu bremsen, der siebenfache Champion absolvierte über 130 Runden und beendete damit sein eineinhalbtägiges Testprogramm in Südspanien.
