US-Wahl 2012
Überraschungssiege für Santorum
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Die republikanischen Kandidaten: Ihre Stärken, ihre Schwächen und ihre Pannen
Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner ist wieder spannend: Der erzkonservative Katholik Rick Santorum hat am Dienstag (Ortszeit) einen überraschenden Dreifachsieg bei den Vorwahlen in den Bundesstaaten Minnesota, Missouri und Colorado gefeiert. Für den bislang haushohen Favoriten Mitt Romney könnte das unerwartet kräftigen Gegenwind bedeuten.
In seiner Siegesrede unterstrich ein euphorischer Santorum, ein besserer Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama bei der Wahl im November zu sein als Romney. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts vertrete im Kern die gleichen Positionen wie der demokratische Amtsinhaber im Weißen Haus, kritisierte Santorum. "Ich stehe hier als die konservative Alternative zu Barack Obama", sagte der 53-Jährige und griff dabei den Präsidenten scharf an: "Er hat niemals auf die Stimmen des Volkes gehört. Er denkt, er ist schlauer als Ihr, besser als Ihr".
Rennen wieder offen?
Mit seinem Aufbäumen am Dienstag könnte Santorum den Kampf um die Kandidatur gehörig durcheinanderwirbeln. Der Ex-Senator aus Pennsylvania hatte bisher nur die erste Vorwahl Anfang Jänner in Iowa mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen und danach stets eher schwach abgeschnitten. Romney dagegen hatte zuletzt seinen Favoritenstatus mit klaren Siegen in Nevada und Florida festigen können. Sein bislang schärfster Herausforderer, der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich, konnte nur South Carolina für sich entscheiden. Am Dienstag war er weit abgeschlagen.
Lediglich der Kongressabgeordnete Ron Paul konnte noch keine Vorwahl gewinnen, mischt aber wegen seiner breiten Unterstützerbasis erfolgreich in dem Rennen mit. In Minnesota schaffte er es gar auf den zweiten Platz.
Die Ergebnisse im Detail
Laut CNN kommt Santorum in Colorado nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen auf 40 Prozent der Stimmen. Romney erhält 35 Prozent. Der bisher als schärfster Romney-Konkurrent gehandelte Newt Gingrich landet mit 13 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz, knapp vor dem Kongressabgeordneten Ron Paul (12 Prozent).
In Minnesota kommt Santorum nach Auszählung von 86 Prozent der Stimmen auf etwa 45 Prozent. An zweiter Stelle liegt überraschend der Kongressabgeordnete Ron Paul mit 27 Prozent. Romney kommt nur auf 17, der ehemalige Parlamentspräsident Gingrich auf 11 Prozent.
In Missouri kann Santorum sogar 55 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Romney kommt hier auf 25 Prozent und Ron Paul auf 12 Prozent. Gingrich stand nicht auf den Wahlzetteln. Die Abstimmung in diesem Staat hatte lediglich symbolischen Charakter, weil dort erst im März verbindlich gewählt wird. Romneys Wahlkampfteam hatte die Abstimmung dort schon im Voraus als unwichtig bezeichnet und auch die Bedeutung der Wahlen in Colorado und Minnesota heruntergespielt.
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