Kirche
Anschlag auf den Papst?
- Angebliches Mordkomplott: Benedikt XVI. soll bis November sterben

·Ärger um Papst-Kuss
Modeunternehmen zieht nach Vatikan-Protest Bild aus Schock-Kampagne zurück
Der Papst schwebt in Lebensgefahr. Das behauptet zumindest die italienische Tageszeitung "Il Fatto Quotidiano", die über ein Mordkomplott gegen Benedikt XVI. berichtet. Demzufolge soll der Pontifex spätestens im November 2012 ums Leben kommen. Diese Frist wurde angeblich vom Erzbischof von Palermo, Paolo Romeo, genannt. Deshalb hat der kolumbianische Kardinal Dario Castrillon Hoyos nun schriftlich den Vatikan gewarnt, berichtet die Zeitung.
Im Dokument, das von "Il Fatto Quotidiano" abgebildet wurde, behauptet Castrillon Hoyos, dass Romeo bei seiner China-Reise bis ins kleinste Detail die Hintergründe des möglichen Papst-Todes geschildert habe. Die Aussagen Romeos sollen wegen ihrer Detailliertheit bei seinen Mitarbeiten den Eindruck geweckt haben, dass eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit des Papstes bestehe.
"Kardinal Romeo verkündete selbstsicher, so als wenn er dies genau wisse, dass der Heilige Vater nur noch 12 Monate leben werde. Er prophezeite bei seinen Gesprächen in China den Tod von Benedikt XVI. innerhalb der nächsten 12 Monate. Die Aussagen des Kardinals waren als möglicher Wissensträger eines Mordkomplotts so selbstsicher und konsequent vorgetragen, dass seine Gesprächspartner in China aufgeschreckt annahmen, dass auf den Heiligen Vater ein ernstzunehmender Anschlag geplant ist", hieß es im Text.
Ein Italiener soll nachfolgen
"Genauso selbstsicher prophezeite Romeo, dass bereits jetzt schon im Geheimen feststehen, dass der Nachfolger von Benedikt XVI. auf jeden Fall ein Kardinal mit italienischen Wurzeln sein werde", hieß es. Romeo hatte sich in diesen Gesprächen überzeugt gezeigt, dass der Papst sich bereit mit der Frage seiner Nachfolge befasse und den Mailänder Erzbischofs, Kardinal Angelo Scola, als geeigneten Kandidaten für seine Nachfolge auserwählt habe.
Laut Romeo habe der Papst Scola im vergangenen Jahr von Venedig nach Mailand versetzt, damit er sich von dort aus auf seine mögliche Nachfolge vorbereiten könne. "Kardinal Romeo brachte seine Gesprächspartner in China immer wieder zum Erstaunen durch die Weitergabe von Indiskretionen", heißt es im Dokumente des kolumbianischen Kardinals.
Vatikan: "Absurd und unseriös"
Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi wies die Gerüchte über einen Mordkomplott gegen den Papst als absolut haltlos zurück. "Ich finde diese Gerüchte so absurd und unseriös, dass ich all dies nicht einmal kommentieren will", so Lombardi.
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
