Neues Foto von Breivik
Der stoische Massenmörder
- Neues Bild zeigt Breivik unmittelbar nach dem Attentat von Utöya
·Breiviks Horror-Show
Massenmörder fordert bei Haftprüfungstermin seine sofortige Freilassung
·Urteil bestätigt
Prüfungskommission hat keinerlei Zweifel an Breiviks Unzurechnungsfähigkeit
·Breivik schuldunfähig?
Massenmörder soll laut Gutachten nicht zurechnungsfähig gewesen sein
·Breivik plante noch mehr
Attentäter hatte zahlreiche Politiker auf seiner Abschussliste
Der Massenmörder sitzt stoisch auf einem Sessel. Seine Hände ruhen gefesselt im Schoß. Sein Gesicht ist blass, die Augen blicken ins Leere. Noch immer trägt er die Polizeiuniform, mit der er seine Opfer getäuscht hatte. Das Bild zeigt den Attentäter Anders Behring Breivik unmittelbar nach dem Massenmord an 69 Menschen auf der norwegischen Insel Utöya.
69 Kinder und Jugendliche hatte Breivik an diesem Tag, den 22. Juli 2011, in einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya grausam hingerichtet. Davor hatte er im Regierungsviertel von Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet. Ein unfassbares Verbrechen, das die Welt erschütterte.
Faible für große Posen
Norwegische Medien haben nun ein neues Foto des Attentäters veröffentlicht. Das Bild soll unmittelbar nach Breiviks Festnahme auf der Insel Utöya von Polizisten im zweiten Stock eines Verwaltungsgebäudes aufgenommen worden sein. Zunächst soll sich der Attentäter geweigert haben, fotografiert zu werden. Aber der 32-jährige selbsternannte "Retter Europas vor dem Islam und dem 'Kulturmarxismus'" hat offenbar ein Faible für große Posen, wie er kürzlich wieder unter Beweis gestellt hat.
Nach Angaben der "Bild"-Zeitung sollen Experten das Foto für das neue psychiatrische Gutachten über Breivik verwenden. Kurz nach dem Jahreswechsel hatte das Gericht bekanntlich eine erneute psychiatrische Untersuchung des rechtsradikalen Islamhassers angeordnet. Die Diagnose zweier Gutachter, wonach Breivik unter "paranoider Schizophrenie" leide und daher unzurechnungsfähig sei, wird von den Anwälten der Opfer angezweifelt.
Ab April steht Breivik vor Gericht. Zum Auftakt des Verfahrens wird dann endgültig über die Zurechnungsfähigkeit des geständigen Täters entschieden.
Massenmörder war spielsüchtig
Unterdessen wurde bekannt, dass Breivik nach Ansicht von Psychiatern spielsüchtig ist. Das berichtet die Tageszeitung "Aftenposten" in ihrer aktuellen Ausgabe. Zwischen 2006 und 2010 soll Breivik insgesamt 8.700 Stunden, das heißt fast ein Jahr, vor dem Computer verbracht haben.
Allein von November 2010 bis Februar 2011 habe Breivik 500 Stunden das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" gespielt, so die Zeitung. Breivik selbst hat in den Vernehmungen erklärt, er habe am Computer nicht gespielt, sondern seine Terroranschläge geplant. Laut "Aftenposten" versucht die norwegische Polizei jetzt herauszufinden, mit wem Breivik gespielt hat oder ob er jemanden bezahlt hat, in seinem Namen zu spielen.
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