Antarktis
Hitler im Eis vergraben?
- Nachrichtenagentur: Klon-Experimente, Nazi-Bunker und mysteriöses U-Boot

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Die spinnen, die Russen. Hitler könnte im ewigen Eis verschollen sein. Über diese wahnwitzige Theorie spekuliert nun eine staatliche Nachrichtenagentur. In dem Bericht über Wissenschaftler, die bei Bohrungen in der Antarktis in 4.000 Meter Tiefe einen unterirdischen Süßwasser-See erreicht haben, geht es um ein mysteriöses U-Boot und Klon-Experimente.
Die abenteuerlichen Theorie geht davon aus, dass Hitlers Überreste nach seinem Selbstmord am 30. April 1945 auf das geheime U-Boot U-977 gebracht wurden, um diese in einen geheimen Nazi-Bunker im ewigen Eis zu bringen. Dort sollen Klon-Experimente durchgeführt worden sein, um die Gene des Führers zu retten.
Dass die Theorie vom U-Boot 977, das neben Adolf Hitler auch seine Geliebte Eva Braun mit an Board nehmen sollte, bereits widerlegt ist, schien die Agentur dabei allerdings übersehen zu haben.
Eigentliche Sensation eine andere
Die eigentliche Sensationsmeldung, dass es russischen Forschern als erstes gelungen ist, den Wostok-See anzubohren, scheint die Agentur eher weniger zu interessieren. Der See, der etwa 32-mal so groß ist wie der Bodensee und eventuell neue Lebensformen beherbergt, ist das größte eingeschlossene Süßwasserreservoir der Welt. Die Forscher hoffen, Mikroorganismen zu finden, die in dieser völlig abgeschiedenen Welt überlebt haben. Seit Millionen von Jahren ist der See keinerlei Umwelteinflüssen ausgesetzt und könnte für die weltweite Forschung einen großen Durchbruch bedeuten.
Unsere Wissenschaftler beendeten gestern in der Station Wostok in der Antarktis in einer Tiefe von 3.768 Metern die Bohrungen und erreichten die Oberfläche eines subglazialen Sees, zitierte die Agentur eine Quelle. Bereits im Jänner 2010, als man bis auf 40 Meter an den See herangedrungen sei, sagte Valery Lukin, Chef des russischen Antarktisprogramms Es ist aufregend wie ein Flug zum Mars.
Auch bei den Wissenschaftlern scheint man sich also eher auf neue Erkentnisse zu freuen, als sich mit wilden Theorien beschäftigen zu wollen.
Quelle:
Nachrichtenagentur RIA Novosti
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