Brustimplantate-Skandal
Erste Verurteilung
- Schönheitschirurg und eine Klinik in Spanien müssen Patientin Entschädigung zahlen

·Mehr Betroffene
Hunderte Österreicherinnen haben sich in Ungarn oder Tschechien operieren lassen
·Silikon aus Deutschland
Großhändler Brenntag lieferte Material an PIP für fehlerhafte Implantate
·Fahndung nach Chef
Boss des Herstellers fehlerhafter Brustimplantate wird von Interpol gesucht
·Gefährliches Silikon
Krebsfälle in Frankreich durch Brustimplantate - Auch Österreich ist betroffen
Im Skandal um Billig-Brustimplantate aus Frankreich sind in Spanien erstmals ein Schönheitschirurg und eine Klinik verurteilt worden. Ein Gericht in Madrid entschied, dass der Mediziner und das Krankenhaus einer Patientin eine Entschädigung von rund 7.500 Euro zahlen müssen.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE berichtete, waren im Jahr 2001 der damals 35-jährigen Frau Silikonkissen des französischen Herstellers Poly Implant Prothese (PIP) implantiert worden. Eines der Brustimplantate platzte später, so dass die Patientin sich einer neuen Operation unterziehen musste.
Nach Ansicht des Gerichts war die Frau nicht ausreichend über die Risiken der Billigimplantate unterrichtet worden. Nach Schätzungen haben in Spanien sich etwa 18.000 Frauen die als besonders reißanfällig geltenden PIP-Silikonkissen einpflanzen lassen.
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