Karl-Heinz Grasser

vonapa/red
Dienstag, 7. Februar 2012

200 Millionen-Klage gegen KHG

  • CA Immo fordert Buwog-Schadenersatz. Polizei wittert zudem neues Steuerdelikt

 

Und täglich grüßt Karl-Heinz Grasser. Im Buwog-Strafverfahren wird nun die CA Immo aktiv und fordert von den Beschuldigten, zu denen auch der Ex-Finanzminister gehört, zumindest 200 Millionen Euro an Schadenersatz. Außerdem wittert die Kriminalpolizei im Finanzstrafverfahren gegen Grasser einen neuen Fall von Steuerhinterziehung.

Wie der "Falter" berichtet, hat sich die CA Immo dem Buwog-Strafverfahren als Privatbeteiligte angeschlossen und fordert die Summe von zumindest 200 Millionen Euro für "entgangenen Gewinn" und Beraterkosten. Die CA Immo hat die Schadenersatzforderung mittlerweile bestätigt, wollte die genannte Höhe aber nicht kommentieren.

Zur Erinnerung: Die CA Immo ist jene Bank, die beim Verkauf der Buwog-Wohnungen nicht zum Zug kam. Das Immofinanz-Konsortium, das den Zuschlag erhielt, soll Hinweise zu den finanziellen Möglichkeiten der CA Immo bekommen und daraufhin im Endspurt sein Angebot nachgebessert haben. Überbracht wurde die Information vom Lobbyisten Peter Hochegger, der sie vom Grasser-Trauzeugen Walter Meischberger bekommen hatte. Hochegger und Meischberger erhielten von der siegreichen Immofinanz fast 10 Millionen Euro Provision.

Neuer Verdacht der Steuerhinterziehung
Doch das ist diesmal noch nicht nicht alles für KHG. Laut "Falter" wittert die Kriminalpolizei einen neuen Fall von Steuerhinterziehung. Denn auf dem Treuhandkonto, auf das Grasser 500.000 Euro seiner Schwiegermutter eingezahlt haben will, wurden aufgrund von Aktiendeals unterjährige Gewinne in Höhe von 65.000 Euro eingefahren und von Grasser offenbar nicht versteuert, wie er selbst zu Protokoll gab. Laut Grasser sei seine Schwiegermutter für dieses Konto zuständig. Doch Marina Giori-Lhota wusste davon gar nichts.

Nicht beeindruckt von der Schadenersatzforderung der CA Immo zeigt sich der Verteidiger von Karl-Heinz Grasser. "Würden sie ernsthaft an einen Erfolg glauben, hätten sie eine zivilrechtliche Klage eingebracht, das ist aber mit einem enormen Kostenrisiko verbunden". Der einfachere Weg sei es also, sich dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen die Verdächtigen als Privatbeteiligter anzuschließen, hieß es von der Kanzlei Ainedter & Ainedter.

Außergewöhnlich ist für die Kanzlei höchstens der Zeitpunkt: "Sie hätten das schon viel früher machen können." Auch die Höhe des von der CA Immo geltend gemachten Schadens, mindestens 200 Mio. Euro, sei nichts Besonderes. Ein mutmaßlich Geschädigter könne sich einem Strafverfahren mit einem Betrag in welcher Höhe auch immer anschließen, erst nach einer Anklage und einem Verfahren obliege es dem Gericht, allfällige Schadenersatzansprüche zuzusprechen. Im Normalfall würden die Privatbeteiligten aber auf den Zivilrechtsweg verwiesen, so die Stellungnahme.

7.2.2012 22:52
Autor:apa/red
technik01, 07. 02. '12 20:36
dem Herrn Grasser passiert
NIX aber auch gar nix.Habe so nebenbei heute mit meinem Anwalt über Grasser gesprochen und der ist gleicher Meinung - ein Mann vom Fach bitte - dem Herrn Grasser wird NIX passieren. Alles klar Leute?
LandderHämmer, 07. 02. '12 21:43
Re: dem Herrn Grasser passiert
Ist dein Anwalt derselbe wie der vom Grasser?
klugscheisser8, 07. 02. '12 21:56
Re: dem Herrn Grasser passiert
Ach, dann kennt dein Anwalt also alle Akten? Faszinierend ...
technik01, 07. 02. '12 21:58
Re: dem Herrn Grasser passiert
@Hämmer - nicht wirklich - es gibt auch andere gute Anwälte die sich auskennen.
Finanzbeamter, 07. 02. '12 20:21
Schadenersatz
Wo bleibt die Schadenersatzklage der Republik gegen Grasser? Überall, wo er seine Hand aufgehalten hat, hat er auch die Republik geschädigt: Austria Tabak, Buwog, Eurofighter. Er soll die Haftung für seine steuerlichen Schmeicheleinheiten übernehmen: Gruppenbesteuerung, Stiftungsrecht, Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz.
Zu den Kommentaren ist zu sagen, Gott sei Dank, gibt es Medien, die die Verfahrensergebnisse publik machen. Sonst wäre es wohl ein Leichtes, das ganze unter den Teppich zu kehren.
higgs70, 07. 02. '12 20:56
Re: Schadenersatz
ja, für Schadenersatz wäre ich auch, und zwar bei allen unseren Korruptniks.

Vor allem wäre dann endlich die leidige Bettlerdebatte vom Tisch. Denn wenn der Schaden vollständig refundiert werden muss, weiß ich, wer alles in Zukunft mit dem Hut in der Hand am Straßenrand steht.
wreini1982, 07. 02. '12 19:27
Schmutzkübelkampagne oder ...?
Sind die Anschuldigungen alle war oder wollen Sie nur jemanden aus dem Weg bringen und fertig machen, aus welchen Gründen auch immer. Ist es die Strafe, dass er anders war, dahin gestellt ob besser oder schlechter, als die Finanzminister davor?
Oder haben wir wieder einen mal auf der Anklagebank sitzen der Dreck am Stecken hat und die Sch.. bis zum Hals steht, aber seine Freunde und die obere Liga ihn eh wieder rausboxen und wenn gar nix mehr hilft zumindest, dass man die Anschuldigungen und Beweise nicht wegbringt, dann muss man halt auf krank machen. Schöne Zeiten haben wir!
Hyrile, 07. 02. '12 19:27
......
Vermutungen, Verleumdungen, Annahmen aber bis jetzt kein einziges Verfahren. Und wieder wissen die Medien mehr als die Staatsanwaltschaft. Wenn er schuldig ist, dann hinter Gittern mit ihm. Solange seine Schuld aber nicht bewiesen ist, solange können die Schmierenblätter (Falter) und -politiker (die Grünen) sich ihren Schwachsinn einmagerieren.Und die Gutmenschen schiessen sich wieder auf Grasser & Co ein. Glaubts wirklich, dass die SPÖ und ÖVP zwischen 1970 und 2000 nicht einiges auf die Seite geräumt haben? Träumts weiter. Da gehts nur darum den Sch.... den unsere jetzige Regierung gerade baut so gut wie möglich zu vertuschen. Da ist denen jedes Schmierentheater recht. Und die Grünen sind auch noch zu d..... das zu kapieren.
higgs70, 07. 02. '12 20:47
Re: ......
nun, wenn man ihm nichts nachweisen kann, muss man ihn gehen lassen, das ist in einem Rechtsstaat so.
Nur ganz verstehe ich es nicht. Denn selbst, wenn da nichts anderes wäre als die Homepage-Affäre, müsste das in einem Land, in dem Lehrerinnen Schwierigkeiten kriegen können, wenn sie einen Strauss Blumen von ihren Volksschülern annehmen, bei einem Minister (!) der von der Industriellenvereinigung ein Großgeschenk annimmt, für ein Verfahren allemal ausreichen.
Oder gibt's da etwa Probleme mit der Gleichheit vor dem Gesetz?
Altmeister², 07. 02. '12 18:02
Karl Heinz Kassa
Die größten gauner und diebe sitzen in der regierung. Das ist allgemein bekannt. Leider kann man gegen diese kriminellen NICHTS unternehmen, da sich diese betrüger gegenseitig unterstützen.
Ich freue mich trotzdem auf den tag, wo dieser depp ins gefängnis muss, da wird ihm das eingebildete grinsen schon vergehen.
rosebud12, 07. 02. '12 18:36
Re: Karl Heinz Kassa
Ich bezweifle, dass der ins Gefängnis geht. Siehe Helmut Elsner! Diese Gauner alle zusammen brauchen doch nur ein bißchen auf krank und arm spielen und schon sind sie draussen. Die Anwälte sorgen schon dafür.
Ich könnte kotzen, so schlecht wird mir, wenn ich all diese verlogenen Fratzen sehe.
War-Lord, 07. 02. '12 17:22
Lieber Karl-Heinz
Geh bitte...ich weiß wirklich nicht was man vom Karl-Heinz noch will... der hat ja dabei selber nicht mal 50 Mille verdient....und jetzt wollens sogar das 4-fache von ihm... Richtige Schweinerei sowas!! Das gebe es in Italien nicht!! Ciao Karl-Heinz, le auguro tutto il successo possibile per il futuro. ;-)