Griechenland-Krise
Sorge um Pleite
- Faymann warnt vor einer kontrollierten Insolvenz - Er plädiert für lange Verhandlungen

·Sparpaket abgesegnet
Regierung gibt grünes Licht. Papademos ruft Parlament zur Zustimmung auf
·Kämpfe in Athen
Ausschreitungen in Griechenland: Demonstranten werfen Molotow-Cocktails und Steine
·Sparpaket beschlossen
Sparplan unter Dach und Fach: Weniger Mindestlohn, 15.000 Jobs weg
·Gewalt in Athen
Bei Generalstreik kommt es zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei
·Ultimatum oder nicht?
Zusage zu Sparauflagen sollte heute fallen. Regierungsvertreter dementiert.
Bundeskanzler Faymann warnt angesichts der Lage in Griechenland vor dem Versuch einer "kontrollierten Insolvenz" des Landes. "Ich bin dafür, dass man so lang wie möglich, so hart wie möglich verhandelt, damit wir die kontrollierte Insolvenz nicht ausprobieren müssen", sagte Faymann am Freitag in Wien.
Billiger würde die Situation dadurch nämlich nicht, "weil wir dann sofort die Banken kapitalisieren müssen", so der Bundeskanzler. "Alle Experten sagen, es gibt keine kontrollierte Insolvenz", betonte Faymann. Außerdem wisse niemand, ob es im Fall einer griechischen Staatspleite auch Portugal mitreißen würde.
Als mögliches Problem für eine Einigung nannte Faymann jene Länder, die sich bereits auf eine Mindestbeteiligung privater Gläubiger am Schuldenerlass für Griechenland festgelegt haben. Mittlerweile würden nämlich neben Banken auch viele Hedge-Fonds griechische Staatsschulden halten. "Mit denen kann man nicht verhandeln", da sie keinen Branchenverband hätten und gleichzeitig auf die griechische Staatspleite spekulieren würden, so Faymann.
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