Syrien
UNO soll nach Syrien
- Vereinte Nationen prüfen Entsendung einer Beobachtermission. Weitere Tote in Homs

·Assad bleibt hart
Auch nach Besuch aus Russland keine Zugeständnisse - Angriffe auf Opposition
·"Lizenz zum Töten"
Empörung nach Veto im Sicherheitsrat von Russland und China - Opposition entsetzt
·First Lady flieht
Opposition stoppt Autokonvoi. Aufstand rückt immer näher an Damaskus heran.
·Mission impossible
Arabische Liga stoppt Beobachtungsmission aufgrund steigender Gewalt
·Bürgerkrieg droht
Lage sei am Kippen - Konfrontation zwischen Deserteuren und Armee wahrscheinlich
Nach fast elf Monaten der Gewalt mit Tausenden Toten prüft die UNO jetzt die Entsendung einer Beobachtermission nach Syrien. Liga-Generalsekretär Nabil al-Arabi habe die UNO "um Hilfe" gebeten und eine gemeinsame Mission mit einem gemeinsamen Sondergesandten vorgeschlagen, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York.
Die Arabische Liga wolle eine neue Beobachtermission nach Syrien entsenden, sagte Ban. Über die Bitte um Kooperation mit den Vereinten Nationen bei der Mission werde in den kommenden Tagen im UNO-Sicherheitsrat beraten. Ban bezeichnete die gescheiterte Resolution im Sicherheitsrat zu Syrien als "katastrophal" für die Menschen in dem Land. Die Resolution war am Samstag am Veto Russlands und Chinas gescheitert. Dies habe die syrische Führung "ermutigt, den Krieg gegen ihr eigenes Volk zu verschärfen", sagte Ban. Ähnlich äußerte sich UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay. Sie sei "entsetzt" über die "wahllosen Angriffe auf zivile Gegenden" in Homs, erklärte Pillay.
Die Offensive der syrischen Regierungstruppen in der Stadt Homs hat unteredessen erneut Dutzende von Toten gefordert. Nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabiya kamen am Donnerstag in der Früh 31 Menschen ums Leben. Am Vortag sollen in der Hochburg der Regimegegner 93 Menschen getötet worden sein.
Die syrischen Truppen gehen seit der Nacht zum Samstag mit massiver Gewalt gegen die Protestbewegung in Homs vor. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden alleine in jener Nacht mindestens 230 Menschen getötet. Seit Beginn der Niederschlagung der Proteste Mitte März starben Menschenrechtsgruppen zufolge mehr als 6.000 Menschen.
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