Indien

vonapa/red
Donnerstag, 9. Februar 2012

Pornos im Parlament

  • Drei Regionalminister treten nach schlüpfriger Affäre von ihren Ämtern zurück
 

Wozu gibt es die eigenen vier Wände? Dieser Gedanke dürfte drei Ministern des südindischen Bundesstaates Karnataka nicht gekommen sein, denn sie verlustierten sich während einer Parlamentssitzung schamlos mit einem Pornofilm. Nach Bekanntwerden dieser schlüpfrigen Affäre zogen sie die Konsequenzen und traten zurück. Einsicht zeigen sie aber keine.

"Wir sind zurückgetreten, um unserer Partei Unannehmlichkeiten zu ersparen", sagte einer der drei Minister, Laxman Savadi. Er beteuerte aber, er und die beiden anderen Minister hätten keine Pornofilme geschaut, sondern einen Clip zu einem "Vorfall" bei einer Rave-Party auf der Insel St. Mary's Island vor der Küste des Bundesstaates - um über das Thema zu "diskutieren".

Bilder des örtlichen Fernsehens hatten gezeigt, wie die drei Minister am Dienstag während der Sitzung des Regionalparlaments auf ihren Handys einen Clip sahen, auf dem sich eine tanzende Frau auszieht und dann Sex hat. Die drei Minister - einer von ihnen bisher für die Belange von Frauen und Kindern zuständig - reichten während der Sitzung auch ihre Handys weiter.

Eine Sprecherin der Bharatiya Janata Party (BJP), der die nun zurückgetretenen Minister angehören, sprach von einem "schamlosen Akt". Ein Untersuchungskomitee solle den Vorfall unter die Lupe nehmen.

9.2.2012 11:39
Autor:apa/red
Diabolo71, 12. 02. '12 12:19
Heuchelei
Menschen sind halt Menschen. Niemand sollte sich päpstlicher als der Papst machen. Na und, habens halt ein filmchen geschaut.
founder, 09. 02. '12 18:44
Unschuldsvermutung
Und was ist wenn die Darstellung der Minister der Wahrherit entspricht? Wenn über einen Vorfall diskutiert wurde, der im Video zu sehen ist?

Kann man aus einer Parlamentssitzung etwa mit Google Plus posten?

Nein! Das wäre ein großes Risiko. Es wiederspricht den Nutzungsbestimmungen, es kann sofort gemeldet werden, aber immer wieder kommt es vor, daß ein Idiot einem Pornobilder in den Stream schickt. Bei viertausend denen man folgt kommt sowas vor.

Also bis man den blockiert hat, ist es natürlich möglich, daß einem ein sensationsgieriiger Journalist mit den Zeug am Bildschirm ablichtet.
brabus, 09. 02. '12 18:06
Handy im Parlament
Vielleicht sollte man im österr. Parlament auch mal checken, was da so auf den Handy's läuft.