Indien
Pornos im Parlament
- Drei Regionalminister treten nach schlüpfriger Affäre von ihren Ämtern zurück
·Politiker schaute
Porno im Parlament
Indonesier Arifinto: "Nur
unabsichtlich angeklickt"
Wozu gibt es die eigenen vier Wände? Dieser Gedanke dürfte drei Ministern des südindischen Bundesstaates Karnataka nicht gekommen sein, denn sie verlustierten sich während einer Parlamentssitzung schamlos mit einem Pornofilm. Nach Bekanntwerden dieser schlüpfrigen Affäre zogen sie die Konsequenzen und traten zurück. Einsicht zeigen sie aber keine.
"Wir sind zurückgetreten, um unserer Partei Unannehmlichkeiten zu ersparen", sagte einer der drei Minister, Laxman Savadi. Er beteuerte aber, er und die beiden anderen Minister hätten keine Pornofilme geschaut, sondern einen Clip zu einem "Vorfall" bei einer Rave-Party auf der Insel St. Mary's Island vor der Küste des Bundesstaates - um über das Thema zu "diskutieren".
Bilder des örtlichen Fernsehens hatten gezeigt, wie die drei Minister am Dienstag während der Sitzung des Regionalparlaments auf ihren Handys einen Clip sahen, auf dem sich eine tanzende Frau auszieht und dann Sex hat. Die drei Minister - einer von ihnen bisher für die Belange von Frauen und Kindern zuständig - reichten während der Sitzung auch ihre Handys weiter.
Eine Sprecherin der Bharatiya Janata Party (BJP), der die nun zurückgetretenen Minister angehören, sprach von einem "schamlosen Akt". Ein Untersuchungskomitee solle den Vorfall unter die Lupe nehmen.
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