Sparpaket

vonapa/red
Donnerstag, 9. Februar 2012

Die Regierung einigt sich

  • Sparstift kürzt Österreich bis 2016 knapp 27 Mrd. Euro. Länder stimmen zu.
Sparpaket • Die Regierung einigt sich
 

Das Sparpaket ist geschnürt und wird knapp 27 Milliarden Euro schwer sein. Der Steueranteil macht zwischen 30 und 40 Prozent aus. Eine Erbschaftssteuer kommt zwar nicht, dafür wird es einen Solidarbeitrag Vermögender geben. Dieser wird nicht - wie zuletzt kolportiert - über das 13. und 14. Gehalt geholt, sondern über Steuer-Zuschläge zum Jahresbruttoeinkommen.

Am Freitag informieren SPÖ und ÖVP ihre Parteigremien und Parlamentsklubs. Im Anschluss wird der Pakt im Ministerrat besiegelt. Ein parlamentarischer Beschluss könnte noch im März möglich sein.

Insgesamt erwartet man durch steuerliche Maßnahmen etwa 7,7 Milliarden, wobei der größte Brocken auf die Immobilien-Spekulationssteuer entfiele - das heißt, es entfällt der Passus, wonach man Immobilien nach zehn Jahren steuerfrei verkaufen kann. Künftig sind 25 Prozent abzuführen. Fallen wird auch die Steuerbegünstigung beim Diesel, unter anderem im Agrarbereich.

Vereinheitlichung der Pensions-Systeme
Im Pensionsbereich werden die Pensionssysteme früher harmonisiert. Statt noch Jahrzehnte die Parallelrechnung zwischen Alt- und Neurecht fortzusetzen, werden die Systeme schon mittels eines Pensionskontozuschlags 2014 vereinheitlicht. Die Invaliditätspension wird in ein Rehabilitationsgeld umgewandelt, das heißt, die Kosten werden von der Pensionsversicherung in die Arbeitslosenversicherung verschoben. Für die Pensionisten soll es in den kommenden Jahren niedrigere Anpassungen, aber keine Nulllohnrunde geben.

Um je zehn Prozent reduziert werden soll die Zahl der Abgeordneten in National- und Bundesrat. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Empfehlung der Regierung. Die Fraktionen sollen hier einen endgültigen Modus finden. Verkleinert werden soll auch die Regierung.

Länder stimmen unter Auflagen zu
Mit an Bord gegangen sind auch die Länder. Nach Auskunft des Vorsitzenden der Landeshauptleute-Konferenz Voves wird der geforderte Konsolidierungsbeitrag von 5,2 Mrd. Euro bis 2016 erfüllt - für den steirischen Landeshauptmann die "größte Herausforderung, die wir jemals eingegangen sind". Gratis gibt es dieses Zugeständnis an den Bund freilich nicht. Die Länder fordern die Beteiligung an neuen Steuern gemäß dem Finanzausgleichschlüssel, sprich mindestens ein Drittel soll an sie und die Gemeinden fließen.

9.2.2012 19:54
Autor:apa/red
RobOtter, 10. 02. '12 06:57
Das "Christian95" Syndrom
Liebe Leute!
Die Meinungsfreiheit ist ein wichtiges gut und wir leben zum Glück in einem Land in dem wir unsere Meinung kundtun können. Die Meinungsvielfalt ist dabei - gerade auch - in einem demokratischen Gebilde wichtig. Nur auf was basiert die eigene Meinungsbildung?
Meinungen werden auf Basis von Zahlen, Fakten und Daten gebildet.
In letzter Zeit war jedoch das Christian95-Syndrom verstärkt zu beobachten. Es werden Daten, Zahlen und Fakten verbreitet, die gelenkt durch eigene politische Interessen teilweise komplett an den Haaren herbeigezogen waren und fernab der Wahrheit. Das Syndrom ist leider nicht zu beseitigen da Berichtigungen mit Quellenangaben rückstandslos an diesem Syndrom abperlen.

Es hilft also nur eines: Überprüft Zahlen, Fakten und Daten und dann bildet Eure Meinung!
bimi1981, 10. 02. '12 04:55
Nicht Raunzen.....
Die mehrheit des Österreichischen Volks hat diese Versager gewählt und jetzt müssen alle dafür Bluten... Aber ich sehe schon 2013 bei den nächsten Wahlen wieder die Selben Debielen Idioten an der Macht..... Denn Demokratie ist ein Verfahren das garantiert das wir nicht besser Regiert werden als was wir es uns selber wählen.... Daher Raunzt nicht alle es wurde so gewählt und pasta... Ich sage gleich dazu ich habe keinen dieser Regierung meine Stimme gegeben... Ich bin doch nicht Blöd und gebe meine Stimme einigen Roten oder Schwarzen Geldgierigen Vollpfosten...

In diesem Sinne einen schönen Freitag....
wall-e, 09. 02. '12 20:05
OK! Und das nennt sich dann Sparpaket.
Schwachsinn kann man einfach nicht kommentieren.
christian95, 09. 02. '12 20:20
Wahltag ist Zahltag!
Wir verdienen nichts anderes!
stabilis, 09. 02. '12 18:14
naja, wenn es das war?
Also ich kann rechnen und verstehe was von Wirtschaft!

Diese Maßnahmen sind zu wenig!

Daher kommt da noch was - also bis morgen abwarten. Eine Abschaffung des Bundesrates wäre besser gewesen, statt dessen hätte man eine Länderkammer einrichten können wo wich die 9 LHs regelmäßig treffen und abstimmen, fertig. Nationalrat zu verkleinern, ok, aber warum dann nicht auf 81 Personen - einer pro 100.000 Bürger.

Mir fehlen die echten SPARmaßnahmen in der momentanen Situation. Wo bleibt der Radikalschnitt beim Heer, wo bleibt die Reform der Verwaltung und Zusammenlegung der Kranken und Pensionskassen zu einer einzigen mit gleichen Säten und Tarifen?

Also, mal abwarten, eine finale Kritik gibt es dann morgen, ich befürchte die wird vernichtend sein!

Vobes / Schützenhöfer hat meinen Respekt!
brabus, 09. 02. '12 18:02
Sparpaket = neue Steuern
Wenn schon neue Steuern, wo bleibt die Finanztransaktionsteuer ??? Da könnte der Staat tatsächlich einiges lukrieren ohne dass der einzelne Bürger seinen Gürtel enger schnallen muß. Oder bleiben die Finanzspekulanten die uns einiges an dem Übel eingebrockt haben wieder verschont - Feigheit vor dem Feind ?
vardka013@hotmail.com, 09. 02. '12 20:23
Re: Sparpaket = neue Steuern
was kann der staat denn damit lukrieren?
sag mal...scheinst dir ja so sicher zu sein...
wie hoch würdest du diese ansetzen? 0,01%, 0,1% oder noch höher?

also beweise deine seriösität und leg mal zahlen auf den tisch...

ich hab eine im kopf...inkl datenquellen

bin mal gespannt wie auf was du so kommst ;)
christian95, 09. 02. '12 14:19
Wie in Rußland
6.2.2011: 10 Mio haben sich ÖVP und SPÖ Seniorenvertreter aus dem Sozialbudget selbst genehmigt. Rechnungshofpräsident Fidler kritisiert das als verdeckte Parteienförderung. Es handelt sich bei beiden Gruppen um Vorfeldorganisationen von SPÖ+ÖVP. Nachdem nun zu wenig Geld im Sozialtopf vorhanden ist, müssen ALLE Pensionisten beim kommenden Belastungspaket dafür zahlen!


Damit den Bürgern diese neuerlichen Belastungen regierungsfreundlich erklärt werden, halten sich SPÖ+ÖVP einen "Staatsfunk".
Dort werden wie in Nordkorea oder Kuba lediglich Parteigünstlinge mit einen hochbezahlten Job versorgt. Wer kein Parteibuch hat "fliegt" (Elmar Oberhauser)

Die Printmedien werden vom Inseratenkanzler auch auf "Regierungslinie" gebracht.
brabus, 09. 02. '12 14:13
165 statt 183 und 42 statt 64 Sesselkleber ?
Diese Leute werden vom Steuerzahler dafür bezahlt das bestmögliche für das Gemeinwohl der Bevölkerung und diesen Staat zu leisten. Es ist jeder zuviel, der diese Leistung nicht erbringt. Daher Reduktion auf ein Minimum um die demokratischen Strukturen gerade noch sicherzustellen, alle anderen sollen sich gefälligst einen Job suchen, wo sie was für den Staat leisten anstatt dieses zu belasten.
günza, 09. 02. '12 15:19
Re: 165 statt 183 und 42 statt 64 Sesselkleber ?
keine Angst, das passiert doch gerade. Diejenigen die nach der nächsten Wahl keinen Platz mehr haben gehen doch eh in eine hochbezahlte Pension oder werden dann in der Privatwirtschaft einen schönen Platz bekommen. Ja, so funktioniert das in Österreich. Und die Kritiker werden so ein wenig leiser. Ach wie sind doch unsere Politiker so gut. Glauben die wirklich, dass wir alle so blöd sind. Leider ist das aber auf die breite Masse zutreffend und daher werden diese Säcke nachher noch als die großen Retter gefeiert.