Sparpaket

vonapa/red
Mittwoch, 8. Februar 2012

Länder verärgern ÖVP

  • Zeitplan durcheinandergewirbelt: Brauchen noch zwei Wochen für Berechnungen

 

In den Ländern herrscht offenbar eine andere Zeitrechnung als im Bund. Während die Regierung - zumindest die ÖVP - auf einen raschen Abschluss der Sparpakets-Verhandlungen drängt, wollen sich die Länder hingegen noch zwei Wochen Zeit lassen. Laut der steirischen Finanzlandesrätin Bettina Vollath (SPÖ) benötige man diese Zeit, um Berechnungen anzustellen. Die Volkspartei zeigt sich davon wenig begeistert.

Vollath hatte im Ö1-"Morgenjournal" Mittwoch früh gemeint, man wolle jetzt "in ein geordnetes Verhandlungssetting die Berechnungen anstellen" und "das soll jetzt in den kommenden zwei Wochen stattfinden".

Die Länder, die sich an dem 27 Mrd. Euro schweren Paket mit 5,2 Mrd. beteiligen sollen, hätten vom Bund noch nichts Schriftliches erhalten. Außerdem brauche man einige Tage zum Rechnen. Und bis die geplante außerordentliche Konferenz der Landesfinanzreferenten einberufen werde, dauere es eben noch, zumal diese und nächste Woche in den Bundesländern Ferien seien.

SPÖ sieht Verzögerung entspannter
Gestern war noch davon die Rede gewesen, dass von den Ländern bis heute (Mittwoch) Abend oder Donnerstag früh eine Rückmeldung erwartet werde. Während man sich in der ÖVP über die "unseriösen Aussagen" Vollaths verärgert zeigte, sah man das in der SPÖ etwas entspannter. Es gebe ohnehin noch einige offene Punkte beim Sparpaket.

An der Lösung dieser - dem Vernehmen nach fehlt noch immer ein niedriger einstelliger Milliardenbetrag - wird es auch hängen, ob die sozialdemokratischen Gewerkschafter dem Paket den Segen geben. Derzeit sieht es eher so aus, als würde die FSG mitgehen, sollten nicht noch zusätzliche Belastungen für die Arbeitnehmer auftauchen. Größere Verwerfungen gibt es noch mit den Beamten.

Senioren geben grünes Licht
Mit den Seniorenvertretern ist sich die Regierung hingegen handelseins. Voraussetzung für den Pensionsbereich des Sparpakets sei allerdings, dass auch alle anderen Gruppen den von ihnen geforderten Beitrag leisten, hieß es aus Verhandlungskreisen. Gegen Ende der Arbeitswoche sollen "formelle Konsultationen" über das gesamte Sparpaket stattfinden, an denen auch die Sozialpartner teilnehmen.

Derzeit am wahrscheinlichsten ist, dass das Sparpaket kommenden Dienstag rund um den Ministerrat präsentiert wird. Allenfalls könnten am Tag davor die Gremien der Koalitionsparteien sowie der Gewerkschaft einberufen werden.

Verhandlungen mit Beamten vertagt
Vorerst erfolglos sind die Sparpakets-Verhandlungen der Regierung mit den Beamten verlaufen. Das "vertiefte Gespräch" am Mittwoch sei zwar "konstruktiv" verlaufen, es habe aber keinerlei Zusage gegeben. Denn die Gewerkschaft öffentlicher Dienst wolle erst das Gesamtpaket sehen, berichtete ein GÖD-Vertreter der APA. Die Verhandlungen wurden unterbrochen, ein neuer Termin stehe noch nicht fest.

Intern wird die GÖD am kommenden Montag beraten - dann auch wieder mit dem derzeit urlaubenden Beamtenchef Neugebauer. Man treffe sich zu einer Präsidiumssitzung wie "routinemäßig fast jeden Montag", hieß es. Vor einer Zustimmung zu den Maßnahmen in ihrem Bereich - im Gespräch sind Nulllohnrunden, ausgesetzte Biennensprünge, Aufnahmestopp oder Arbeitsplatzsicherheitsbetrag - will die GÖD jedenfalls das gesamte Sparpaket sehen. Denn die Beamten würden auch von allgemeingültigen Maßnahmen wie etwa Einschnitten bei den Pensionen getroffen, argumentiert die Gewerkschaft.

8.2.2012 20:52
Autor:apa/red
christian95, 09. 02. '12 12:31
Wie lange lassen sich das die Bürger noch bieten?
Es gibt keine neuen Steuern verkündeten Faymann und Pröll immer wieder.

Obwohl Österreich zu den Ländern mit der höchsten Steuerquote weltweit gehört, soll die Bevölkerung mit weiteren € 7.000.000.000 NEUEN Steuern abgezockt werden!

24.9.2011: Dass die Steuerquote allgemein steigt, kann er sich nicht vorstellen: „Im Gesamtkontext muss es nach unten gehen“, so Mitterlehner.

Im OECD-Schnitt ging der bürokratische Aufwand für die Berechnung und Überweisung von Steuern seit 2007 deutlich zurück; in Österreich blieb er unverändert.

4.1.2012: Der ÖVP Wirtschaftsbund ist gegen neue Steuern

5.1.2011: Die ÖVP Regierungsmannschaft stellt in ihrem Neujahrstreffen fest: Wir gehen ohne neue Steuern in die Verhandlungen

7.1.2011: Die Parteien kassierten 35 Mio an Förderungen
christian95, 09. 02. '12 12:32
Re: Wie lange lassen sich das die Bürger noch bieten?
Lt. OECD:

•die Republik Österreich trotz einer der höchsten Steuerquoten der Welt (Arbeit ist unterdessen einschließlich Arbeitgeberbeiträgen mit mehr als 60 Prozent durch Steuern und Abgaben belastet) mit seinen Einnahmen so dramatisch nicht auskommt;

•eines der teuersten Schulsysteme der OECD immer mittelmäßigeres Mittelmaß produziert;

•in einem Land mit acht Millionen Einwohnern neun Herzogtümer namens Bundesländer mit vom Bund bereitgestellten Milliarden unverantwortlich herumwerfen können, ohne dafür irgendeine Form von Verantwortung übernehmen zu müssen.
futzl, 09. 02. '12 10:55
Öffentlicher Dienst
Es ist doch klar, dass Fritz Neugebauer schon vor Wochen von seinen Parteifreunden über das Sparpaket im öffentlichen Dienst informiert wurde. Der Ausgang der Verhandlungen steht doch schon lange fest. Ich tippe auf zwei Nulllohnrunden für den gesamten öffentlichen Dienst.
Finanzbeamter, 09. 02. '12 09:13
Steuerpaket
Es ist ein Kinderspiel. Wir erhöhen den Steuertarif oder besser den Umsatzsteuersatz. Wie wäre es, wenn man versuchen würde, die zur Kasse zu "bitten", die nur in Österreich wohnen und ihre Steuern, sofern überhaupt, im Ausland bezahlen. Haider 45 Mio, Grasser 9 Mio in Liechtensein? Stiftungsrecht? Wozu braucht ein EX-Finanzminister eine Stiftung in Liechtenstein? Unverständlich, dass man Steuerhinterzieher bis 33.000 Euro Verkürzung mit einer Schmalspurstrafe von 10% davon kommen lässt. "Echte" Steuerhinterzieher sind doch schon eine Rarität. Unter Grasser wurde auch die Verjährung für hinterzogene Abgaben auf 7 Jahre verkürzt?
Aber das wäre ja viel schwieriger und dann wäre ja der Staat von einer funktionierenden Verwaltung abhängig? Da gehen wir lieber über den niedersten Zaun.
RobOtter, 09. 02. '12 08:25
Das "Christian95" Syndrom
Liebe Leute!
Die Meinungsfreiheit ist ein wichtiges gut und wir leben zum Glück in einem Land in dem wir unsere Meinung kundtun können. Die Meinungsvielfalt ist dabei - gerade auch - in einem demokratischen Gebilde wichtig. Nur auf was basiert die eigene Meinungsbildung?
Meinungen werden auf Basis von Zahlen, Fakten und Daten gebildet.
In letzter Zeit war jedoch das Christian95-Syndrom verstärkt zu beobachten. Es werden Daten, Zahlen und Fakten verbreitet, die gelenkt durch eigene politische Interessen teilweise komplett an den Haaren herbeigezogen waren und fernab der Wahrheit. Das Syndrom ist leider nicht zu beseitigen da Berichtigungen mit Quellenangaben rückstandslos an diesem Syndrom abperlen.

Es hilft also nur eines: Überprüft Zahlen, Fakten und Daten und dann bildet Eure Meinung!
PAstorPeitl, 09. 02. '12 07:04
Das Recht geht vom Volke aus
Auch wenn ich unseren Freunden von der News nicht wiedersprechen möchte, so möchte ich dennoch darauf hinweisen: Diese Überschrift ist falsch.

Nachdem nämlich die Bundesleitung der ÖVP nur die Vertretung der Politiker aus den Ländern sein sollte, müsste die Überschrift: "ÖVP verärgert Länder" heissen.

Laut Verfassung Artikel 1: Österreich ist eine demokratische Republik. Das Recht geht vom Volke aus.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen Österreichs (FCÖ)
http://www.bedenklich.at
founder, 09. 02. '12 06:25
Weiter im Rennen Vollgas gegen die Wand
Im Rennen Vollgas gegen die Wand ist Griechenland in Führung. Österreich versucht ein paar Plätze gut zu machen. Deutschland derzeit am letzten Platz. Aber das Ergebnis wird überlal das Gleiche sein, der Crash Vollgas in die Wand.

Es ist kein Griechenfehler, es ist ein Systemfehler. Das möchte man bis zuletzt nicht wahrhaben.

http://politik.pege.org/2012-d/griechenland.htm
Toxical, 08. 02. '12 23:50
Macht nur weiter so Politiker ihr Marionetten!
Nur weiter und weitr, bis wir alle Sklaven sind, dauerd ja nicht mehr lange, nur dann gehts mit euch auch zu ende... Spürrt "ihr" es den nicht schon!
christian95, 08. 02. '12 14:02
Österreich ist Ausgabenweltmeister
10 Mio haben sich ÖVP und SPÖ Seniorenvertreter aus dem Sozialbudget selbst genehmigt. Rechnungshofpräsident Fidler kritisiert das als verdeckte Parteienförderung. Es handelt sich bei beiden Gruppen um Vorfeldorganisationen von SPÖ+ÖVP. Nachdem nun zu wenig Geld im Sozialtopf vorhanden ist, müssen ALLE Pensionisten beim kommenden Belastungspaket dafür zahlen!

Steuerquote VOR diesem Beslatungspaket:

Österreich 45,4 %
Deutschland 40,1%
Großbritanien 38,1%
Tschechien 35,1%
Spanien 33,1%
Irland 30,5%
Slowakei 29,1%
Rumänien 28,4%
Litauen 27,4%
Bulgarien 27,0%
usw.
christian95, 08. 02. '12 15:16
Wie IMMER:
Entscheidungen werden von Häupl und LH Pröll getroffen, alle anderen Bundesländer dürfen dazu JA oder JA sagen.
Viennese, 08. 02. '12 22:02
Re: Österreich ist Ausgabenweltmeister
Die zwei Landeskaiser glauben dass die Milliarden aus DKT Geld bestehen.Es wird alles gesponsert was irgendwie nach einer Wählerschicht aussieht. Die SPÖ scickt den Sohn von Häupl in den Praterdom. Wer glaubt denn dass dieser junge Mann die zeche aus seiner eigenen Tasche bezahlt? Pröll wiederum streitet seit jahen um den Semmeringtunnel und verprasst Milliarden! Die Parteienförderung sind in astronomische Höhen geklettert. Die Bauvorhaben das die beiden iim Kopf haben kostenMilliarden: Flughafen, SMZ-Nord , Pratervorplatz usw. Normalerweise sollten diese Leute vor Gericht gestellt werde und wegen fahrlässiger Krida verurteilt werden.
RobOtter, 09. 02. '12 08:24
@christian95 @Viennese
@chistian95
Wenn es ein anderes Wort für AHNUNGSLOS gibt dann ist es Dein Name! Das was Du hier- noch dazu falsch aufgelistet hast ist die Abgabenquote und nicht die Steuerquote. Die sieht ganz anders aus. Wo sind eigentlich die anderen EU-Länder wie
Dänemark 46,6%
Schweden 45,6%
Frankreich 44,4%
Belgien 43,4%
Finnland 43,4%
Italien 43,4%
Norwegen 43,2%
Österreich 42,4%
siehe Bericht WKO

@Viennese
Wegen fahrlässiger Krida kann nur jemand verurteilt werden der sein Unternehmen fahrlässig in den Konkurs geführt hat. Meines Wissens gibt es alle Unternehmen dieser Projekt noch...
christian95, 09. 02. '12 10:20
@ die Zahlen von RobOtter sind "uralt"!
Vor langer langer Zeit lag Österreich einmal bei 42,4%

Derzeit (ohne dem neuerlichen Belastungspaket) liegt Österreich schon bei 45,4 %!