Ärztekammer
Präsident Dorner zieht sich zurück
- Ausgepoltert: Steinhart dürfte Nachfolger in Wien werden. Nachfolge im Bund offen

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Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer und der Wiener Kammer, Walter Dorner (69), zieht sich zurück. Dorner kündigte an, dass er bei der Wiener Ärztekammerwahl im März nicht mehr als Präsident kandidieren wird. Damit kann er laut Statuten auch als Präsident der Bundeskammer nicht mehr antreten.
Als Nachfolger schlägt Dorner den derzeitigen Vizepräsidenten der Wiener Kammer, Johannes Steinhart, vor, der sich zuletzt vor allem mit dem in scharfen Worten vorgetragenen Widerstand gegen die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) exponiert hat. Dieser bestätigte bereits, dass er bei der Wiener Ärztekammerwahl als Spitzenkandidat der "Vereinigung Österreichischer Ärzte" antreten wird. Er zeigt sich optimistisch, dann auch zum Wiener Präsidenten gewählt zu werden.
Ob er danach auch Präsident der Österreichischen Ärztekammer werden könne, ist für ihn derzeit eine "hypothetische" Frage, jetzt darüber zu spekulieren wäre "höchst unseriös".
Nachfolge im Bund völlig offen
Auch Dorner schätzt die Chancen, dass Steinhart in der Wiener Kammer zum Präsidenten gewählt wird, als gut ein. Das Rennen in der Bundes-Ärztekammer ist hingegen völlig offen. Der scheidende Präsident wollte die Chancen Steinharts dort nicht beurteilen, zumal noch nicht einmal klar ist, wer seine möglichen Gegenkandidaten sein werden.
Der Bundes-Ärztekammerpräsident wird bei der Vollversammlung am 22. Juni aus dem Kreis der Landespräsidenten gewählt. Zuvor werden im März die Wahlen in den einzelnen Landeskammern abgehalten, auf Basis dieser Ergebnisse werden die Landespräsidenten gewählt.
Dorner will sich zwar von der Spitze zurückziehen, nicht aber aus der Standespolitik generell. Er werde zwar nicht mehr als Spitzenkandidat zur Verfügung stehen, aber so kandidieren, dass er die Möglichkeit habe, im Vorstand und in der Vollversammlung der Wiener Ärztekammer zu bleiben, kündigte Dorner an. Er will sich dann vor allem um die Erarbeitung grundsätzlicher Konzepte zur Ausbildung angehender Ärzte kümmern.
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