Prozess in Dubai

vonapa/red
Donnerstag, 9. Februar 2012

Neuer Ärger für Adelsmayr

  • Dubaier Justiz reagiert nicht auf Gutachten - Außenministerium vermittelt

 

Erneut gibt es diplomatisches Tauziehen um den in Dubai wegen Mordes angeklagten oberösterreichischen Mediziner Eugen Adelsmayr. Kommenden Samstag wird Elisabeth Ellison-Kramer, Chefin der Rechtsabteilung im Außenministerium, nach Dubai reisen um im Fall Adelsmayr zu vermitteln.

Der Hintergrund: Bei einem Gerichtstermin im Dezember 2011 hat sich herausgestellt, dass das Gutachten, auf dem die Mordanklage basiert, offenbar manipuliert worden war. "Doch die Dubaier Justiz hat bisher nicht darauf reagiert", sagt Adelsmayr.

Bereits drei entlastende Gutachten
Bis zum 15. Februar soll die Diplomatin in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) vermitteln. Sie hat bereits mehrfach in Dubai mit den dortigen Verantwortlichen verhandelt und den Mediziner bei den Gerichtsterminen unterstützt. "Es handelt sich hier um einen Follow-up-Besuch um gegenüber den Behörden die Umstände des Falls zu klären und die Faktenlage zu eruieren", sagte Nikolaus Lutterotti, Sprecher im Außenministerium. Dabei soll auch noch einmal darauf hingewiesen werden, dass es mittlerweile "drei Gutachten gibt, die belegen, dass die Maßnahmen, die vom Mediziner Adelsmayr angeordnet wurden, nicht zum Tod des Patienten geführt haben".

Das Expertenpapier, auf dem die Mordanklage basiert, wurde vom staatlichen Krankenhausträger in Dubai auf Englisch verfasst. Bei der Übersetzung ins Arabische - der Prozess wird in arabischer Sprache geführt - fehlten plötzlich 19 Seiten, alles Entlastende wurde laut dem österreichischen Arzt rausgestrichen. Diese Bombe hatte Adelsmayrs Anwältin bei der achten Verhandlungsrunde am 28. Dezember 2011 platzen lassen.

Dem 52-jährigen Oberösterreicher und einem indischen Kollegen wird der Tod eines Patienten im Februar 2009 durch unterlassene Hilfeleistung und eine hohe Dosis Opiate zu Last gelegt. Dafür droht dem Bad Ischler im Wüstenstaat ein Strafrahmen von drei Jahren Haft bis hin zur Todesstrafe.

9.2.2012 07:35
Autor:apa/red
Ausländerin, 11. 02. '12 11:32
Das ist Wahnsinn
Was machen die Muftis für Theater? Dort hat sowieso ein Menschliches Leben kein Wert. Ein Arzt hat jetzt Probleme wegen einem Toten, obwohl er unschuldig ist und viele Menschen dort sicher gerettet hat.
Ich würde einfach keine Ärzte mehr in diese Länder schicken.
micky99w, 09. 02. '12 12:53
neid
Der kommentar von gerri ist meiner meinung nach völlig überflüssig, "samma vielleicht a bissl neidig" ???
micky99w
freud0815, 10. 02. '12 20:22
Re: neid
nene der gute herr dok ist in dubai nicht zum helfen der armen, sondern in einer sehr teuren privatklinik wo er steuerfreu das ca 9 fache verdient als ein dok in wien.
dass er jetzt geradestehen muss und auch dort wo der patient starb nach den dort geltenden gesetzen verurteilt (oder auch nicht) wird, finde ich mehr als gerecht. dass es hier wegen den übersetzungen usw sehr lange dauert und es immer wieder zu fehlern kommen wird ist klar. der dok hat dort den vertrag, wurde dort gut bezahlt und wusste genau was ihm blüht wenn etwas passiert. ich wünsche ihm nicht, dass er dort sterben muss, aber mein mitleid hält sich hier in grenzen.
geri1960, 09. 02. '12 10:28
Was ??
Was macht der in Dubei !!!
Die gierigen Götter in Weiß kriegen den Hals nicht voll !!!
klugscheisser8, 09. 02. '12 11:44
Re: Was ??
Bist du des sinnerfassenden Lesens mächtig? Der hat dort gearbeitet, in DUBAI!
Landleben, 09. 02. '12 17:23
Re: Was ??
Dubai nicht richtig schreiben,aber aufregen,woher wollen Sie wissen dass er dort als Arzt so gut verdient, es gibt Menschen die Helfen wollen.
Da dürfte keiner im Ausland arbeiten,denn dort wird ja so gut "bezahlt".