Wetter in Österreich
Einsatzkräfte am Limit
- Winterchaos bringt Pannenfahrer, Wiener Linien und Winterdienste zum Schwitzen
·Schneechaos im Osten
Windspitzen von bis zu 90 km/h. Neuschnee legt Hauptstadt Wien lahm
·Es bleibt eisig kalt
Temperaturen bleiben auch in kommender Woche im zweistelligen Minusbereich
·Kältewelle hält an
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Schneefälle, eisige Straßen und Verwehungen halten derzeit die österreichischen Einsatzkräfte in Atem. Wegen der bitteren Kälte steht der ÖAMTC-Pannendienst seit einigen Tagen im Dauereinsatz. In Wien kämpfen derzeit knapp 1.300 Mitarbeiter der Magistratsabteilung 48 gegen die Schneemassen. Auch bei den Wiener Linien führt der Neuschnee zu Verzögerungen und Störungen.
"Der Februar ist erst eine Woche alt und es gab bereits mehr als 70.000 Anrufe in der ÖAMTC-Notrufzentrale", sagt Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe. Noch dazu seien Semesterferien im Osten Österreichs, was zusätzlich zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und damit zu weiteren Einsätzen führe.
ÖAMTC im Dauereinsatz
Vor allem in Wien und Umgebung haben die Einsatzkräfte derzeit alle Hände voll zu tun. "Unsere Pannenfahrer sind rund um die Uhr unterwegs und unternehmen alles menschenmögliche, um den Autofahrern zu helfen", teilt der Experte mit.
Normalerweise rücke ein Fahrer in Wien zwölf Mal täglich aus, derzeit bewältige er bis zu 37 Einsätze pro Tag. "In Summe macht das rund 150 Einsätze pro Stunde in Wien und Umgebung aus", sagt Samek. Die Kapazitäten reichen kaum noch aus, obwohl die Bereitschaftsdienste bereits vor Wochen verstärkt worden sind. Österreichweit mussten die Pannenfahrer allein von 1. bis 6. Februar doppelt so oft ausrücken, als im gesamten Jänner diesen Jahres.
Kurzparkzonen in Wien für einen Tag aufgehoben
409 große und kleinen Streu- und Räumfahrzeugen räumen derzeit bei der MA 48 in Wien das Straßennetz und die Fahrradwege vom Schnee frei.
Seit Dienstagnacht sind auch sämtliche Kleinfahrzeuge der Straßenreinigung im Einsatz. In den frühen Morgenstunden haben über 1.200 Einsatzkräfte der MA 48 und der privaten Fuhrwerker ihre Arbeit aufgenommen. Sämtliche 15 Winterdienstlagerplätze waren rund um die Uhr geöffnet, um die Nachlieferung mit Streumittel sicherzustellen. Aufgrund der Schneeverwehungen und der Schneefälle ist für heute die Kurzparkzonenregelung in Wien aufgehoben, wie die MA 48 in einer Aussendung berichte.
Verspätungen in Wien-Schwechat
Auch am Wiener Flughafen kam es durch das Winterwetter zu Verzögerungen bei Ankünften und Abflügen, wie ein Sprecher des Airports mitteilt.
Wiener Linien kämpfen gegen Schneechaos
Der Neuschnee in Wien macht den Wiener Linien zu schaffen. Immer wieder kommt es zu witterungs- und verkehrsbedingten Störungen im gesamten Netz, wie die Verkehrsbetriebe in einer Aussendung mitteilen. Auf der Straßenbahnlinie 10 kam es wegen einer ausgefallenen Heizung am Dienstagvormittag vorübergehend zu Verzögerungen.
Bus- und Straßenbahnlinien seien etwas langsamer als gewöhnlich unterwegs. Staus, witterungsbedingte Unfälle, hängengebliebene PKW und LKW führen teilweise zu Verzögerungen und unregelmäßigen Intervallen, so die Wiener Linien. Auch aufgrund von Falschparkern komme es häufig zu Verspätungen. Die Verkehrsbetriebe empfehlen daher den Umstieg auf die U-Bahn. 360 Mitarbeiter sind bisher ausgerückt, um über 1.000 Straßenbahn-Haltestellen, 422 Straßenbahn-Gleiskilometer und 226 U-Bahn-Gleiskilometer von Schnee und Eis frei zu halten. Dazu kommen noch 101 U-Bahn-Stationen und mehr als 3.200 Bus-Haltestellen.
Außerdem sind insgesamt 42 Schienen-Schneepflüge, bis zu 16 Groß-LKW mit Schneepflug und mehr als 50 für den Winterdienst speziell ausgerüstete Fahrzeuge, wie Kehrmaschinen, Schneelader, Kleintraktoren und Streufahrzeuge zum Einsatz gekommen.
Für die Räumung der Gehsteige sind die jeweiligen privaten Haus-und Liegenschaftseigentümer zuständig, wie die Wiener Linien und die MA 48 erklären.
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