Fall Zogaj
Arigona darf bleiben
- Schülerin hat Visum mit Niederlassungsbewilligung erhalten

·Eine Chronologie
Der Fall der Familie beschäftigt Österreich schon seit insgesamt elf Jahren
·Mehr Asylanträge
Im Jahr 2011 mit 14.426 Anträgen um 31 Prozent mehr als im Jahr davor.
Arigona Zogaj darf nun offensichtlich in Österreich bleiben: Die mittlerweile 20-jährige Schülerin hat am Montag ihr Visum mit Niederlassungsbewilligung zugestellt bekommen, heißt es in einem Medienbericht.
Die Bewilligung wird demnach zweimal um zwei Jahre verlängert, in fünf Jahren gilt sie dann für immer, wenn sich Zogaj nichts zuschulden kommen lässt, meldet die Tageszeitung "Österreich".
Die Vorgeschichte
Die Familie von Arigona Zogaj war Ende September 2007 aus Österreich abgeschoben worden - mit Ausnahme von Arigona, die vorübergehend untertauchte, und ihrer Mutter. Nach ihrem Wiederauftauchen war dem damals 15-jährigen Mädchen, Nurie Zogaj und den zwei später wieder nach Österreich zurückgekommenen minderjährigen Geschwistern der Aufenthalt bis zum Schulschluss im Juni 2010 gestattet worden.
Um einer Abschiebung zu entgehen, reiste die Familie kurze Zeit später freiwillig aus. Sie flog nach einem Versteckspiel mit den Medien von Salzburg über Wien nach Pristina in den Kosovo. Von dort aus beantragten die Zogajs Visa. Im November 2010 wurden diese von der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck genehmigt. Die mittlerweile 20-jährige Arigona Zogaj bereitet sich derzeit auf ihren Abschluss an der Höheren Bundeslehranstalt für Wirtschaftsberufe in Linz vor.
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