Autofreier Ring

vonred
Dienstag, 31. Jänner 2012

Abgaswerte explodierten

  • Stau verursachte mehr Abgase und führte zu höherer Belastung für Bevölkerung

 

Der Verein für Kraftfahrzeugtechnik hat am letztjährigen Autofreien Tag in Wien die Schadstoffbelastungen der Luft gemessen. Die Ringstraße ist während der Aktion „Rasen am Ring“ weitgehend abgasfrei geblieben, jedoch stiegen die Emissionen in den umliegenden Gebieten um bis zum 15-fachen Wert, so das Studienergebnis.

Die Schadstoffbelastung ist während der Sperre in den angrenzenden Wohngebieten um den vier - bis achtfachen Wert gestiegen. In stündlichen Spitzenwerten wurden sogar bis zu 15-mal höhere Emissionswerte festgestellt.

Der Bundesgremialvorsteher des Kfz Handels, Burkhard Ernst, sieht in dem Ergebnis der Studie einen Beweis, dass grüner Aktionismus nicht immer der richtige Weg ist: "Die Sperre der Ringstraße unter dem Titel "Rasen am Ring" belastet viele Wiener. Der Stau der dadurch verursacht wird führt bei vielen zu Verspätungen.

Größere Stau verursachte mehr Abgase
Und die durch den Stau entstehenden Abgase belasten die umliegenden Wohngebiete, wie jetzt wissenschaftlich bewiesen worden ist, deutlich höher als normal. Natürlich ist das Demonstrationsrecht unantastbar", sagt Ernst, "aber es sollte auch bedacht werden, welche Folgen durch manche Aktionen für andere Bürger entstehen."

Tatsache ist, dass durch derartige Aktionen hervorgerufenen Staus Zeit kosten, die der Wirtschaft fehlen. In dieser Zeit kann weder Geld verdient werden noch konsumiert werden. Lediglich der Benzin-und Dieselverbrauch steigt. Legt man Berechnungen aus Deutschland auf Österreich um, entstehen durch die durchschnittlich 2,4 Tage, die jeder Autofahrer jährlich im Stau steckt Kosten von rund acht Milliarden Euro.

31.1.2012 16:00
Autor:red