Barkeeper-WM

vonDavid Stephan
Samstag, 4. Februar 2012

Geschüttelt und gerührt

  • Bester Barkeeper gesucht: NEWS.AT war beim "World Class"-Event in Wien
 

Am 31. Januar fand in Wien die nationale Vorausscheidung für den Barkeeper des Jahres statt. Diageo Reserve World Class lud im Volksgarten ein um den besten Barkeeper Wiens zu finden. Es wurde geschüttelt, gerührt und vor allem geschwitzt. Mutige, bunte, exotische und teilweise ausgefallene Drinks kamen durch die spannende Aufgabenstellung heraus. Die Jury, in der auch Weltmeister Erik Lorincz saß musste tapfer Cocktail um Cocktail probieren. NEWS.AT war vor Ort und hat sich zwischen Luxus-Spirituosen, feinsten Zutaten und angehenden Barkeeper-Größen umgeschaut.

„Stell dir vor Al Capone kommt in deine Bar und du willst ihn nicht enttäuschen“ – Frei übersetzt: Wenn dein Cocktail nicht schmeckt, wird es der letzte sein, den du je zubereitet hast. Diese und andere Aufgabenstellungen gab es am Dienstag im Wiener Volksgarten zu meistern. Die teilweise sehr kniffligen Aufgaben forderten schnell ihren Tribut. Einige Teilnehmer sprachen statt dem geforderten Englisch schnell mal Kauderwelsch, und aus lässigen Typen hinter dem Tresen wurden zittrige Nervenbündel.

Feinste Spirituosen und exotische Zutaten
Doch die Aufregung bei den Teilnehmern war verständlich, ging es immerhin darum, sich für die nächste Runde im wichtigsten Barkeeper-Wettbewerb der Welt zu qualifizieren. Der Gewinner des Abends darf sich weiterhin berechtigte Hoffnungen machen, im Sommer beim großen Finale in Rio de Janeiro dabei zu sein. Um die Jury zu beeindrucken, griffen die Teilnehmer auf allerlei Tricks zurück. Für die Anwärter standen neben den feinsten Spirituosen wie Johnny Walker Blue Label oder Ron Zacapa Rum auch allerhand exotische Zutaten bereit. So fand man neben Eiern auch Ingwer, Zitronengras und Basilikum auf dem reich gedeckten Tisch, von dem sich die Barkeeper bedienen konnten.

Das Beste kommt zum Schluss
Bei manchen Kreationen konnte man allerdings fast schon Mitleid mit den Juroren haben. Das Leben als Alkoholverkoster ist eben doch nicht immer angenehm: Es muss getrunken werden, was auf den Tresen kommt. Doch ganz zum Schluss überzeugte ein fast schon knabenhaft wirkender Newcomer die Jury, dass Österreich auch in der Cocktailkunst ganz weit vorne liegt. Newcomer Reinhard Pohorec glänzte nicht nur mit einer Kreation der Spitzenklasse, sondern unterhielt die Anwesenden mit lustigen Anekdoten und spannenden Geschichten der verwendeten Zutaten.

Einer, der weiß, was es heißt World Class zu gewinnen ist Juror Erik Lorincz, der nach seinem Sieg 200.000 Flugmeilen absolvierte und auf der ganzen Welt über den perfekten Drink referiert. Lorincz ist zum Superstar in der Szene aufgestiegen. Der Barkeeper, der im renommierten Londoner Savoy Hotel seine Cocktailkunst zum Besten gibt, bringt die Bedeutung seines Triumphs mit einem kurzen Satz, der keine Fragen offen lässt: „Beim World Class zu gewinnen, war das Beste, das mir je in meinem Leben passiert ist.“

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4.2.2012 08:13
Autor:David Stephan