Flirtfaktor Hund
Amor auf vier Pfoten
- Eine aktuelle Studie macht klar: Durch unsere Vierbeiner kommen wir schneller ins Gespräch.

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Was für viele Hundehalter längst auf der Hand liegt, wurde in einer Studie des renommierten rheingold-Instituts für qualitative Markt- und Medienanalysen in Köln bestätigt: Unsere Vierbeiner sind die perfekten Kuppler.
Kein Spaß: Wer mit einem Hund unterwegs ist, kommt mit anderen Menschen leichter ins Gespräch. Das gaben 70 Prozent der Befragten an. Und weiter: Keine andere Möglichkeit, einen Flirt einzufädeln, ist erfolgreicher. Denn laut rheingold-Institut entwickelt sich aus jeder zehnten Begegnung, bei der ein Hund dabei war, eine feste Partnerschaft.
Der Hund als Amor
Das Geheimrezept unserer Vierbeiner ist laut den Marktforschern simpel. Sie nehmen uns den ersten kritischen Flirtschritt ab, indem sie unvoreingenommen auf andere Menschen zugehen. Genau das, was sich die meisten von uns nicht trauen, weil das wie eine plumpe Anmache wirkt. Durch den Hund ist das Eis aber schnell gebrochen, und eine ungezwungene Unterhaltung, vielleicht ein Flirt, beginnt. Gesprächsthema ist natürlich zunächst der Vierbeiner. Wichtig: Man muss selbst nicht unbedingt ein Tier besitzen. So zeigt die Studie, dass 77 Prozent aller Befragten schon einmal durch einen Hund ins Gespräch gekommen sind, unabhängig davon, ob es sich dabei um das eigene oder ein fremdes Tier handelte.
Doch nach dem ersten Beschnüffeln wirds erst so richtig spannend. Wenn die neue Bekanntschaft interessant ist, sollte man das Gespräch dann langsam vom Hund wegbringen, sagt Studienleiter Jens Lönneker. Im Klartext: Man sollte signalisieren, dass das Interesse nicht nur am Vierbeiner, sondern auch am Gegenüber liegt. Das fällt aber vielen schwer.
Was Hunde über uns verraten
Auch der erste Eindruck spielt beim Flirt eine wesentliche Rolle. Denn ganz nach dem alten Motto wie der Herr, sos Gscherr verraten Hunde sehr viel über uns selbst. Ein Tier, das gut erzogen ist, zeigt, dass Herrchen oder Frauchen das eigene Leben gut im Griff hat. Ebenso geht man bei einem gepflegten Hund davon aus, dass auch sein Halter oder seine Halterin gepflegt und ordentlich ist.
Vernachlässigte und schlecht erzogene Vierbeiner sind dagegen echte Abturner. Zu den absoluten No-Gos zählt, wenn der Hund einer Person bei der Begrüßung zwischen den Beinen schnüffelt, sagt Lönneker. Und es gibt Geschlechterrollen: Während Männer mit ihren Hunden wilder umgehen dürfen, ist bei den Damen ein ästhetisches Erscheinungsbild von Frauchen und Hund wichtig.
Die Studie zeigt auch, dass die Größe der Vierbeiner ausschlaggebend für die Flirtchancen ist. Besonders beliebt sind kleine bis mittelgroße Hunde. Wobei Männer tendenziell größere Hunde haben dürfen. Die Hunderasse spielt keine besondere Rolle.
Katzen als Prüffaktor
Während Hunde zur Flirtanbahnung perfekt geeignet sind, meint Lönneker, dass das mit Katzen nicht funktioniert: Sie sind vielmehr Prüffaktor. Denn Katzenhalter legen sehr viel Wert darauf, wie der neue Partner bei der Samtpfote ankommt. Dafür muss man die neue Bekanntschaft aber erst mit nachhause nehmen.
Erkenntnisse aus der neuen Studie
Kontrolle: Man sollte seinen Hund stets im Griff haben. Wohlerzogene Tiere wirken auf neue Bekanntschaften besonders attraktiv.
Sauberkeit: Da man vom Hund aufs Herr- chen oder Frauchen schließt, sollte man Wert darauf legen, dass der Vierbeiner sauber und gepflegt ist.
No-Go: Besonders abturnend sind Hunde, die eine Person beim ersten Kennenlernen zwischen den Beinen beschnüffeln.
Gesprächsthema: Das Thema Hund ist gut für den Einstieg. Wichtig ist aber, dem Gegenüber rechtzeitig zu vermitteln, dass das Interesse nicht nur am Hund liegt.
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