Krebsvorsorge
Kampf dem Krebs
- Nehmen Sie Ihre Gesundheit in die Hand! So minimieren Sie das Risiko.

·Krebs durch Keime
Jede sechste Erkrankung könnte durch einfache Maßnahmen verhindert werden
·Fatale Schlafmittel
Britische Studie zeigt: Tabletten steigern Krebsgefahr und Sterberisiko
20.000 Österreicher und 18.000 Österreicherinnen werden pro Jahr mit der schockierenden Diagnose konfrontiert: Krebs. Bei etwa der Hälfte aller Patienten nimmt die Krankheit ein tödliches Ende. Obgleich sowohl die Rate der Neuerkrankungen als auch die der Sterbefälle langfristig zurückgeht, ist Krebs immer noch für etwa ein Viertel aller Todesfälle verantwortlich. Grund genug, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Im Gespräch mit NEWS.AT verrät der Experte, wie man das Krebsrisiko senkt.
Auf die Frage, was man tun könne, um das Krebsrisiko zu minimieren, antwortet Prof. Dr. Walter Berger wie aus der Pistole geschossen: "Nicht rauchen." Die Zigarette enthält sechs oder sieben der zehn schlimmsten krebserzeugenden Stoffe, so der stellvertretende Leiter des Instituts für Krebsforschung der Medizinischen Uni Wien. "Das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist 20, 30 Mal höher, wenn man raucht. Dagegen ist es nur zwei, drei Mal höher, wenn man sich schlecht ernährt."
Ballaststoffe halten gesund
Als Raucher bei der Ernährung anzusetzen, scheint daher ein wenig grotesk. Dennoch ist sie ein wichtiger Aspekt in punkto Krebsvorsorge. "Die Gallensäure, die wir ausscheiden, wenn wir fett essen, ist ein bisschen giftig. Daher ist es gut, wenn wir viele Ballaststoffe zu uns nehmen." Die bringen nämlich die Verdauung auf Vordermann. Das bedeutet, dass die belastenden Stoffe schneller wieder ausgeschieden werden. "Isst man hingegen nur Fleisch und fette Speisen, funktioniert die Verdauung langsamer. Und das ist etwas, was für Darmkrebs förderlich ist", erklärt der Experte.
Alarmstufe rot bei Schimmel
Die Häufigkeit von Magenkrebs hat seit den 1970er Jahren stark abgenommen. Woran das liegt? "Am Kühlschrank", weiß Prof. Berger. Kühl- und Tiefkühlschränke bieten eine Alternative zu herkömmlichen Methoden der Konservierung von Nahrung. So essen wir heute weniger Geräuchertes und Gepökeltes. Zudem können wir durch die Kühlung der Lebensmittel dem Schimmelbefall besser vorbeugen. Beim Schimmel handelt es sich übrigens "um molekulare Stoffe, die das gesamte Lebensmittel oder zumindest einen großen Teil davon durchsetzen." Einmal Befallenes gehört daher in den Mist und nicht auf den Teller.
Bitte ernst nehmen: Sonnenbrand
Spätestens im nächsten Sommer wieder ein Thema: die Sonne. "Unsere Haut kann sich ausgezeichnet regenerieren. Solange man keinen Sonnenbrand hat. Ist die Haut erst mal verbrannt, kann sie sich nicht mehr vollständig erholen. Dann besteht die Gefahr, dass sich ein Melanom bildet", warnt Prof. Berger. Ebenfalls Thema während der warmen Jahreszeit: Grillen. Dunkles, verbranntes Fleisch enthält krebserregende Substanzen. Diese Gefahr kann man einfach umgehen, indem man eine Grilltasse verwendet.
Gesunde Ernährung
Apropos Essen: Zwar schaden ein paar Kilo zu viel dem Experten zufolge noch nicht. Starke Adipositas aber ist erwiesenermaßen krebsfördernd. "Mit der Fettleibigkeit geht einher, dass sich die Leute meist zu wenig bewegen. Dadurch wird die Darmtätigkeit träge." Was wiederum bedeutet, dass diverse Giftstoffe lang genug in unserem Körper bleiben, um sich negativ auf unsere Gesundheit auszuwirken. Es reichen bereits 30 Minuten aktive Bewegung pro Tag, um das Krebsrisiko zu senken.
Positive Prognose
Was die Zukunft betrifft, zeigt sich Prof. Berger zuversichtlich: "In den letzten Jahren ist die Zahl der Krebsfälle zwar gestiegen. Das hängt aber einerseits damit zusammen, dass wir heute bessere Diagnoseverfahren haben. Anderseits werden wir heute älter. Und mit dem Alter erhöht sich auch das Krebsrisiko. Dafür aber sterben heute auch nicht mehr so viele Menschen an Krebs. Betroffene überleben länger." Wenn wir Krebs heute auch noch nicht eliminieren können, so sind wir doch am besten Weg, eine Möglichkeit zu finden, so lange und so gut wie möglich mit der Krankheit zu leben.
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