EU-Arbeitsstatistik
23,8 Millionen sind arbeitslos
- Trauriger Rekord - Österreich dennoch weiter mit Bestwert

·1,1 Mrd. sind arm
Internationale Arbeitsorganisation fordert strikte Regulierung der Finanzmärkte
·Österreich ist EU-Spitze
Nur vier Prozent Arbeitslose - Spanien nach wie vor trauriges Schlusslicht
Die Arbeitslosenrate in der Europäischen Union und in der Eurozone hat im Dezember einen traurigen Rekordwert erreicht. Das EU-Statistikamt Eurostat schätzt, dass im Dezember in der EU 23,8 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 16,5 Millionen in der Eurozone. Österreich ist allerdings mit 4,1 Prozent immer noch das Land mit den wenigsten Menschen ohne Job.
Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in den 17 Staaten der Eurozone erreichte im Dezember 10,4 Prozent, auch für November revidierte Eurostat die ursprünglich auf 10,1 Prozent geschätzte Rate auf 10,4 Prozent nach oben. Bezogen auf die 17 Euro-Länder ist dies die höchste Gesamtanzahl arbeitsloser Menschen seit 1995. Nur im April 1998 wurde mit 10,5 Prozent eine höhere Rate verzeichnet.
Vorbild Österreich
Österreich verzeichnet mit 4,1 Prozent weiterhin die niedrigste Rate in der EU, gefolgt von den Niederlanden (4,9 Prozent) und Luxemburg (5,2 Prozent). Seit Juni 2011 nimmt Österreich in der EU-Statistik den Spitzenplatz ein. Die höchsten Arbeitslosenquoten meldeten Spanien (22,9 Prozent), Griechenland (19,2 Prozent) und Litauen (15,3 Prozent).
21,3 Prozent der Jugendlichen ohne Job
Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren in der EU lag bei 5,5 Millionen, also bei 22,1 Prozent und bei 21,3 Prozent im Euroraum. Die niedrigsten Quoten verzeichneten Deutschland (7,8 Prozent), Österreich (8,2 Prozent) und die Niederlande (8,6 Prozent). Am höchsten war die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien (48,7 Prozent), Griechenland (47,2 Prozent) und in der Slowakei (35,6 Prozent).
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich am Montag beim informellen Gipfel in Brüssel auf verschiedene Wachstumsimpulse geeinigt und richteten ein spezielles Augenmerk auf die Jugendarbeitslosigkeit. Bei den Initiativen geht es um einen wirksameren Einsatz vorhandener Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und den EU-Strukturfonds. Aus den Fonds sind für die Programmperiode bis 2013 bisher noch 82 Mrd. Euro ungenutzt, davon 22 Milliarden Euro aus dem ESF.
