KV-Verhandlungen
Strom-Streik kommt
- Dritte KV-Runde gescheitert - Bertriebsversammlungen ab 15. Februar

·Strom-Streik droht
Energieverband droht Arbeitgebern - wird bald auch der Strom abgeschaltet?
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Statt Energie zu sparen, verbrauchen die Österreicher immer mehr Strom
Nachdem die nächste KV-Runde der heimischen Energieversorger gescheitert ist, drohen nun Streiks ab dem 15. Februar. Die Arbeitgeber hatten ihr Gebot zwar aufgebessert, die Gewerkschaften lehnten allerdings erneut ab. Statt 3,4 Prozent mehr Gage plus 400 Euro Einmalzahlung boten sie am Donnerstag 3,6 Prozent KV- und Ist-Anhebung sowie 200 Euro an. Dennoch wurde auch die dritte Verhandlungsrunde abgebrochen.
Für diesen Fall hatten die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE schon zuvor für Dienstag, den 14. Februar, eine öffentliche Betriebsversammlung der gesamten Branche in Wien und ab 15. Februar Warnstreiks in allen Betrieben der E-Wirtschaft angekündigt.
Streiks wohl nicht mehr zu vermeiden
Bei diesem Zeitplan bleibe es auch, bestätigte Mathias Beer von der PRO-GE-Öffentlichkeitsarbeit am Donnerstag - außer es gebe bis dahin noch einen weiteren Verhandlungstermin oder sogar einen Abschluss. Vorerst sei ihm von einem weiteren Termin aber nichts bekannt, so Beer. Zunächst müsse man noch vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) die Streikfreigabe einholen. Es sei aber an keine Stromabschaltungen gedacht, hatte es schon am Mittwoch geheißen.
Auch keine Split-Variante erwünscht
Als Alternative zu den 3,6 Prozent Erhöhung der KV-Mindestbezüge und der Ist-Bezüge plus 200 Euro Einmalzahlung hatten die Arbeitgeber zudem jetzt eine gesplittete Anhebung angeboten, nämlich 3,6 Prozent Plus für alle seit Anfang 1998 geltenden Gehaltstabellen bzw. 3,5 Prozent für alle länger laufenden Verträge - plus Einmalbetrag.
Beide Varianten seien ein faires Angebot, betonte die Generalsekretärin vom Branchenverband Oesterreichs Energie, Barbara Schmidt. Es berücksichtige die Interessen der Arbeitnehmer ebenso wie auch die Verantwortung der E-Wirtschaft gegenüber ihren Kunden - Stichwort nicht überbordende Strompreise.

