Bundesliga

vonapa/red
Sonntag, 5. Februar 2012

Titelkampf für Koller offen

  • ÖFB-Teamchef sieht keinen klaren Favoriten im Rennen um die Meisterschale

 

Liga ohne Favoriten: Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller hat vor dem Frühjahrsstart in der Fußball-Bundesliga keinen Favoriten ausgemacht und erwartet ein offenes Rennen. Dass nach 19 von 36 Runden die ersten sechs Teams innerhalb von nur fünf Punkten liegen, solle nicht als schlechtes Zeichen gesehen werden. "Ich denke, man sollte nicht immer die eigene Liga schlechter machen", sagte der Schweizer.

"Wenn man in der deutschen Bundesliga von den 18 Teams acht wegnimmt, sieht man das auch", ergänzte Koller. Rapid führt die Liga punktegleich vor der SV Ried (je 32), Budget-Krösus Salzburg (30), der Austria (28), Aufsteiger Admira (28) und Titelverteidiger Sturm Graz (27) an. "Es ist erst die Hälfte gespielt, jetzt geht es in die entscheidende Phase und da wird man sehen, wie sich die Liga weiterentwickelt", sagte Koller.

Ein einsames Rennen von Titelfavorit Salzburg erwartet sich der ÖFB-Teamtrainer nicht. "Von der individuellen Qualität sind die Salzburger schon vorne mit dabei. Bei ihnen wird auch noch ein bisschen entscheidend sein, wie sie international spielen. Wenn sie in der Europa League weiter dabei sind, ist es eine zusätzliche Belastung und sie hatten ja auch schon in der Hinrunde Probleme mit vielen Verletzten", meinte Koller.

Selbst Admira und Ried nicht zu unterschätzen
Winterkönig Rapid habe sich im Herbst kontinuierlich gesteigert und sei voll dabei, Meister Sturm nicht all zu weit zurück und bei der Austria ist ein neuer Mann am Ruder und das sei eine neue Situation. "Sie haben den Trainer gewechselt, da muss man schauen, ob es einen frischen Wind gibt", sagte der Schweizer. Auch Aufsteiger Admira sei nicht außer Acht zu lassen. "Die Admira hat eine super Hinrunde hingelegt. Es wird nicht einfach werden, dass sie es noch einmal so hinbekommen, aber alles ist möglich", sagte der 51-Jährige. Dieses Sprichwort treffe auch auf Cupsieger Ried bestens zu. "Ried hat die Sache mit den vorhandenen Möglichkeiten sehr gut gemacht, da wissen wir, dass vieles möglich ist."

5.2.2012 16:04
Autor:apa/red