Telekom-Affäre
Korruptionsverdacht um Jörg Haider
- Fußballverein Austria Kärnten soll insgesamt 2,5 Millionen Euro kassiert haben

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Der Telekom Austria droht nun auch in Kärnten Ungemach wegen Korruptionsverdacht. Laut einer anonymen Anzeige hat der Konzern dem Fußballverein SK Austria Kärnten nicht nur 500.000 Euro für ein Kartenkontingent bezahlt, sondern insgesamt 2,5 Mio. Euro. In der Anzeige wird auch ein Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren für die Errichtung eines Gas-Dampf-Kraftwerks (GDK) in Klagenfurt hergestellt.
Die Anzeiger, die von sich erklären, im Amt der Kärntner Landesregierung tätig zu sein, weisen in ihrem Schreiben an die Korruptionsstaatsanwaltschaft darauf hin, dass der damalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider Anfang 2008 öffentlich verkündet hatte, ein großes österreichisches Unternehmen als Großsponsor für den von Haider initiierten Fußballverein gewonnen zu haben. Dabei war laut der Tageszeitung "Standard" von damals exakt von 2,5 Mio. Euro die Rede, wer der Sponsor sei, sagte Haider nicht.
Die Telekom sollte, so heißt es in der Anzeige weiter, mehr oder weniger nur vorgeschoben werden. In Wahrheit sei es darum gegangen, dass das Geld nach einer Genehmigung des GDK fließen sollte. Dieser Kraftwerksbau ist ein Gemeinschaftsprojekt von Verbundgesellschaft und der Energie-Tochter der Klagenfurter Stadtwerke. Die Stadt wartet dringend auf den Neubau, da sie damit den Fernwärmebedarf decken will. Das alte Fernheizkraftwerk muss 2015 nämlich endgültig stillgelegt werden.
Als "Gegenleistung" für die Telekom soll dieser die Telekom-Sparte der Stadt Klagenfurt zu einem Billigstpreis angeboten worden sein. Daraus wurde aber nichts. Die Genehmigung für das GDK ist übrigens ebenfalls noch ausständig. Und den Fußballverein gibt es auch nicht mehr, er meldete im Juni 2010 Konkurs an.
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