Frankreich
Wirbel um Sarkozy-Sohn Pierre
- DJ wurde nach Lebensmittelvergiftung mit Kampfjet nach Hause geflogen

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In Frankreich herrscht Aufregung um Präsidenten-Sohn Pierre Sarkozy alias "DJ Mosey": Der 26-Jährige erlitt bei einem Privatbesuch in Odessa eine Lebensmittelvergiftung und wurde danach mit einem Kampfjet der Luftwaffenstaffel ETEC in die Heimat geflogen - laut Medienberichten auf Kosten der Steuerzahler.
Berichte wie diese kann Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der sich im April voraussichtlich der Wiederwahl stellt, derzeit nicht wirklich gut gebrauchen: Eilig kam daher die Meldung aus der Präsidentschaftskanzlei, wonach der Präsident den Flug mit einem Falcon 50-Kampfjet aus eigener Tasche bezahlt habe. Kostenpunkt: 7.632 Euro.
In französischen Medien ist nun anllerdings eine heftige Kontroverse um den Heimflug des Präsidentensprosses ausgebrochen. Die von Sarkozy angegebenen Kosten seien viel zu niedrig für einen Flug mit einem derartigen Kampfjet, heißt es in der Zeitung "Le Canard Enchaîné", die sich auf Kostenaufstellungen des Verteidigungsministeriums beruft. In Wahrheit könnte der Flug über 40.000 Euro gekostet haben - und zwar die Steuerzahler und nicht den Präsidenten.
Kein öffentliches Interesse?
Zweiter Kritikpunkt: Das Staatsoberhaupt habe zwar die Befugnis, die Luftwaffenstaffel für private Zwecke einzusetzen, allerdings nur, wenn diese auch in öffentlichem Interesse stehen. Dies sei bei Pierre Sarkozy nicht der Fall gewesen: Da er in Odessa bereits auf dem Weg der Besserung war, hätte auch ein normaler Linienflug gereicht, wird in der Presse kritisiert.
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Pierre Sarkozy auf Auslandsreisen in Schwierigkeiten gerät: Im Jänner 2010 entging er während einer Party in Brasilien nur knapp einem Schlammlawinenunglück. Bei der Naturkatastrophe auf einer Insel vor der Küste von Rio de Janeiro wurden Dutzende Menschen getötet.
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