Sparpaket
Kritik an Mitterlehner
- FPÖ und BZÖ werfen ÖVP Umfallen in Steuerfrage vor - Grüne wollen Erbschaftssteuer

·Keine Null-Runde
Zumindest nicht bei kleinen Pensionen. Es geht nur noch um "Verfeinerungen".
·Sparen bei Pensionen
Vizekanzler Spindelegger: "Wir planen richtige Hämmer" - Null-Runde steht bevor
·Ende in Sicht
Verhandlungen biegen in Zielgerade ein. Abschluss nächste Woche möglich.
·Streit in Regierung
Spindelegger wird langsam ungeduldig. Verhandlungen an "einem sensiblen Punkt"
·SP-Angriff auf Bauern
Kritik an Bevorzugung bei Studienbeihilfe. Landwirtschaftskammer schäumt
Die erwartete Kritik an Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ließ nicht lange auf sich warten. Nach seinen Aussagen in der "Pressestunde" lehnten sich die Oppositionsparteien auf. Die Grünen kritisierten seine Ablehnung einer Erbschafts- und Schenkungssteuer, die FPÖ im Gegensatz dazu, dass er eine Erhöhung der Steuer- und Abgabenquote befürworte, weil er eine Reichensteuer nicht ausgeschlossen hat. Auch für das BZÖ ist die ÖVP bereits umgefallen, und hat sich von ihrem Versprechen, keine Steuererhöhung zuzulassen, verabschiedet.
FPÖ-Wirtschaftssprecher Bernhard Themessl warf Mitterlehner vor, keine einzige konkrete Maßnahme präsentiert zu haben. Die Sendezeit für die "Pressestunde" hätte sich der ORF seiner Auffassung nach daher sparen können.
Die Grüne Wirtschaftssprecherin Ruperta Lichtenecker meinte, Mitterlehner habe mit der Absage einer Erbschafts- und Schenkungssteuer auch die Chance auf ein gerechteres Steuersystem vergeben. "Die ÖVP bleibt der Anwalt der Reichen und hoher Vermögen", sagte Lichtenecker, die die SPÖ aufforderte, "hier entgegenzuhalten". Eine klare Absage vermisst die Grüne Wirtschaftssprecherin auch an eine Schwarz-Blaue Koalition nach den nächsten Wahlen.
Eine "sichtlich bemühte Phrasendrescherei" Mitterlehners konstatierte BZÖ-Obmann Josef Bucher. Damit habe Mitterlehner "das völlige Chaos bei den Verhandlungen rund um das Sparpaket" offenbart. Bucher bezweifelt, dass Rot und Schwarz ein ausverhandeltes Sparpaket in ihren Bünden, Kammern usw. überhaupt durchbringen werden.
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