Umfrage

vonapa/red
Freitag, 3. Februar 2012

Kein Vertrauen in die Justiz

  • Schlechte Werte - Ministerin Beatrix Karl plant nun eine Vertrauensoffensive

 

Justizministerin Karl hat sich den Vertrauensverlust in die Justiz mit Umfragedaten bestätigen lassen. Laut einer Studie von Karmasin Motivforschung haben zwar immer noch 65 Prozent der Befragten Vertrauen in das System, für 24 Prozent hat sich das Bild aber in den letzten Jahren verschlechtert. Karl plant nun eine Vertrauensoffensive und will die Leistungen der Justiz besser vermitteln.

Laut Studienautorin Sophie Karmasin ist die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Justiz auf einem eher guten bis mittleren Niveau, "sehr zufrieden" zeigten sich in der Repräsentativbefragung unter 1.000 Personen nur zwölf Prozent. Das Wissen über die Justiz sei in der Bevölkerung zu schwach und '"gesichtslos", es fehle die Identifikationsfigur. Nur sieben Prozent bezeichnen sich als sehr gut informiert, 35 Prozent schätzen ihren Informationsstand als gut ein. Wahrgenommen wird die Justiz zwar als kompetent, aber auch als überfordert und veraltet.

Als Ursache für den Vertrauensverlust führen die Befragten nur zu 33 Prozent eigene Erfahrungen an, zu 78 Prozent werden andere Faktoren, etwa Medienberichte, genannt. An Gründen werden lange Verfahren, der Eindruck, dass es sich manche richten können und Verfahren verschleppt werden, zu wenig Personal oder inadäquate Kommunikation sowie ausbleibende Erfolge bei Wirtschaftskriminalität und Korruptionsbekämpfung angeführt.

Karl will handeln
Karl wertete die Studienergebnisse als Auftrag zum Handeln. "Die Justiz kann ganz einfach nicht tatenlos zusehen, wenn das Vertrauen in sie schwindet." Vergangenen Montag habe es bereits ein erstes Treffen der relevanten Akteure gegeben, Ergebnisse sollen in wenigen Wochen vorliegen. Angehen will man die Bereiche Strukturen, Organisation und Abläufe, Rechtsschutz und Verfahrensabwicklung sowie die äußere Darstellung und die Präsentation der Justiz.

Einiges sei bereits umgesetzt oder stehe kurz davor, betonte die Ministerin. Sie verwies auf die Attraktivierung des Berufsbildes der Staatsanwälte, den Ausbau des Service-Center-Konzepts sowie ein geplantes Web-Informationsprogramm für Beteiligte des Strafverfahrens. 2012 solle jedenfalls das "Jahr der Vertrauensrückgewinnung" werden. Nichts ändern will Karl weiterhin am Weisungsrecht gegenüber den Staatsanwälten. Hier sei für Transparenz gesorgt, es gehe um Fachaufsicht und nicht um politische Weisungen der Ministerin, betonte sie.

3.2.2012 11:44
Autor:apa/red
kickoff, 03. 02. '12 17:12
Na warum wohl?
Warum haben die wir das Vertrauen in die Justiz verloren? Da werden bei einem anklagereifen Minister 135 (!) Seiten der Anklageschrift "verlegt und vergessen" und der feine Herr Minister geht frei, weil der Tatbestand verjährt ist. Da wird gegen einen KHG seit Jahren ermittelt.Er wird nicht in U-Haft genommen, obwohl akute Verabredungs- und Verdunkelungsgefahr besteht. Dafür werden jeden Tag eine Unzahl von "Hendeldieben gehängt". Da wird geschmiert und gezahlt, dass sich die Balken biegen und die Herrschaften verlangen vom Bürger, dass er Vertrauen in die Justiz hat. Das ganze "Gesindel" samt der völlig unglaubwürdigen Ministerin gehört in den Häfen oder in die "Würste" wenn sie versuchen uns einzureden, dass wir, das Volk Vertrauen in die Justiz haben sollen.Da müssten wir so dumm wie die Politiker sein.
PAstorPeitl, 03. 02. '12 08:31
Vertrauen in Politik und Justiz?
Wenn hier im Land die Grossen greifen,
in Kassen die ihnen nicht gehörn,
wenn hier im Land Verräter reifen,
obwohl sie auf die Verfassung schwörn,
dann ist die Moral von der Geschicht,
diesen Politikern glaubt man nicht.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen Österreichs (FCÖ)
http://www.bedenklich.at
pusher23, 02. 02. '12 20:45
Will handeln
Wenn ich das schon lese...
christian95, 02. 02. '12 21:58
Re: Will handeln
"wollen" tut sie schon,
leider fehlt ihr das "können".
HC-Krache, 02. 02. '12 19:11
Wurde eigentlich gegen Staatsanwalt "WALZI" schon ein Disziplinarverfahren
wegen "AMTSMISSBRAUCH" eingeleitet? Geschweige eine Anklage??!! Dieser sogenannte Jurist hat doch glatt eine Anzeige (wegen Amtsmissbrauch) gegen den damaligen Innenminister Strasser bis zur Verjährung ganz bewusst abgewürgt. DAS IST AMTSBEKANNT FRAU KARL!!!!! Kein Wunder dass Österreich mit solchen (korrupten?) Staatsanwälten (Staatsanwalt Kronawetter hat kein Problem mit Millionen eines Waffenkonzern an den ehemaligen FPÖ Geschäftsführer Rumpold und das alles "OHNE ERKENNBARE LEISTUNG") im Korruptionsranking (im demokratischen Europa) immer mehr im "KORRUPTIONS" Dreck sinkt...........
christian95, 02. 02. '12 20:10
Da kenne ich auch ein Beispiel aus dem tiefschwarzen NÖ:
Weil ein Familienvater seine Baugründe für die Kinder wollte und sie nicht spottbillig an den Freund des Bürgermeisters verkaufte, verschwanden wenig später Unterlagen über sein altes Haus aus dem Bauakt auf der Gemeinde.

Auf einmal war das Haus der Familie, seit vielen Jahren ohne Probleme bewohnt, "unbewohnbar". Die Familie musste aus dem Ort weg ziehen!

Der Bezirkshauptmann (ÖVP) prüfte,
der Landeshauptmann (ÖVP) prüfte,
die Volksanwältin (ÖVP prüfte,
alles entsprach den geltenden Gesetzen und Vorschriften.

(Der Bürgermeister und der Bezirksahauptmann kannten sich schon seit der Schulzeit)
Rollerfahrer, 02. 02. '12 18:55
Vertrauen in Justiz
man kann in eine Justiz kein Vertrauen haben die gegen Prominente monatelang ohne Ergebnis ermittelt, ermittelt und Verjährungsfristen versäumt.
Hendeldieben geht es gleich an den Kragen.
brabus, 02. 02. '12 17:42
Vertrauensoffensive
Da wird dann wieder Steuergeld für 'Werbung' ausgegeben, anstatt dass die Justiz Verbrecher (siehe Korruptionsskandale) in kürzest möglicher Zeit dingfest macht anstatt sich von korrupten Politikern auf der Nase herumtanzen zu lassen. Das Vertrauen der Bevölkerung kann nur zurückgewonnen werden wenn wir die Volksschädlinge hinter Gitter sehen.
politiker77, 02. 02. '12 17:40
kein Vertrauen
sehr geehrte Damen und Herren der Justiz,


ich hoffe wohl das Sie diess Aussage nicht Wundet, überdenken Sie mal Ihr Verhalten dem Bürger gegenüber, Sie führen sich auf als währe die Justiz ein Kasperltheter.

Kommen Sie zum Bürger und gewinnen sie dessen Vertrauen.
Bearbeiten sie die Fälle: KHG, Telekom usw. schneller und mit einer bestimmten härte, dann wird auch der Wähler wieder zu ihnen kommen.

ein Bürger mit wenig Vertrauen auf die Justizausübenden.