Sparpaket

vonapa/red
Dienstag, 31. Jänner 2012

Streit in Regierung

  • Spindelegger wird langsam ungeduldig. Verhandlungen an "einem sensiblen Punkt"

 

Die Verhandlungen über das Sparpaket scheinen derzeit etwas ruppig zu verlaufen. Vizekanzler und ÖVP-Chef Spindelegger zeigte sich vor dem Ministerrat gereizt. "Ich werde langsam ungeduldig. Ich will hören, was geht und nicht was nicht geht", so Spindelegger. Es gebe offenbar Versuche, die Strukturmaßnahmen zu verwässern, beklagte sich der Vizekanzler.

Der VP-Obmann sprach weiters davon, dass man einen "unglaublichen" Konsolidierungsbedarf habe, der weit über die von der Regierung selbst genannten zehn Milliarden Euro gehe. Wie groß dieser Bedarf ist, bezifferte der Vizekanzler allerdings nicht. Zuletzt wurde in den Medien von 20, 27 bzw. 30 Milliarden berichtet. Auf das Klima in der Koalition angesprochen meinte er, entscheidend sei, dass man vorankomme.

Finanzministerin Fekter ging wortlos in den Ministerrat. Aus ihrem Umfeld hieß es lediglich, dass die Verhandlungen "an einem sensiblen Punkt" seien.

Schieder: Sind auf Kurs
SPÖ-Finanzstaatssekretär Schieder sagte, dass die Regierung auf Kurs sei. Er gestand aber, dass es "manchmal besser und manchmal schlechter" laufe. Das sei bei solchen Verhandlungen allerdings normal. Es spieße sich an vielen Stellen, am Ende zähle aber das Ergebnis. Am Zeitplan für die Erstellung des Sparpakets habe sich nichts geändert. Zieldatum sei weiterhin Mitte/Ende Februar. Zum Volumen des Sparpakets meinte Schieder, das Ziel sei ein ausgeglichener Haushalt bis 2016.

Als "nicht gerade einfach" bezeichnete Wirtschaftsminister Mitterlehner die Verhandlungen. Er hoffe dennoch, dass man bald zu einem Ergebnis komme. "Es ist frisch und munter, manchmal resch und manchmal weniger resch", so beschrieb Sozialminister Hundstorfer das Klima. Zum Zeitplan meinte dieser ebenfalls, dass man bis Ende Februar fertig werden wolle. Für Landwirtschaftsminister Berlakovich sind die Gespräche in einer "heißen, kritischen Phase". Gesundheitsminister Stöger sieht die Verhandlungen in seinem Bereich auf einem guten Weg, so habe er die geplante Spitalsreform in die Gespräche eingebracht.

Halbwegs harmonisch nach Ministerrat
Nach dem Ministerrat zeigte sich die Regierungsspitze dann mehr oder weniger harmonisch. Bundeskanzler Werner Faymann und Spindelegger gaben zwar inhaltliche Unterschiede und emotionale Diskussionen zu, entscheidend sei für sie aber das Ergebnis. Am Zeitplan, bis Ende Februar fertig zu werden, habe sich nichts geändert, sagte Faymann. Es gebe keine Verschiebungen.

Spindelegger bekräftigte zudem, keiner solle sich der Illusion hingeben, bei den bevorstehenden Sparmaßnahmen außen vor zu bleiben. Es werde jeder einen Beitrag leisten werden müssen. Er mahnte erneut, im "Reformeifer nicht nachzulassen". Der eingeschlagene Sparkurs dürfe nicht verwässert werden und die Konsolidierung nicht verschoben werden. Er sehe derzeit Tendenzen in diese Richtung, denen man entgegenwirken müsse, so Spindelegger in einem - wie er selbst sagte - "dramatischen Appell".

31.1.2012 12:30
Autor:apa/red
wreini1982, 31. 01. '12 19:24
Für dieses Kasperltheater,
bezahlen wir unsere Steuergelder, jeder gegen jeden, keine Lösung in Sicht. 30Mrd. Euro, da bin ich ja mal gespannt in welchem Kästchen die denn versteckt sind. Mir kommt seit Jahren vor, dass kein Ziel verfolgt wird, es wird immer nur so dahin gewurstelt, so auf, wird scho gut gehen, zumindest in meiner Regierungsperiode noch.
Ich kann das ab und zu nicht nachvollziehen, so viele gescheite Leute, die auch noch Beratungsunternehmen zahlen usw. und dann in der Verfassung oder jetzt auch wie bei der EU niederschreiben müssen, dass wir keine Schulden machen mehr und blablabla, ist jetzt der letzte Funken verstand (Hausverstand) auch schon weg. Da freu ich mich ja auf die Zukunft!
zombie69, 31. 01. '12 16:20
Das
dürfte die zugewanderten schwerkriminellen Migranten und Asylbewerber nicht besonders stören dieser Sperstreit. Kriminelle Asylbewerber und Migranten sind nach wie vor finanziell vollumfänglich mit Sozialhilfegelder und Gratiswohnung abgesichert im gegensatz zu Einheimischen die in der Regel auf der Strasse landen und links liegen gelassen werden wie Hunde.
wheinz, 31. 01. '12 14:36
das ich nicht lache!
diese regierung in österreich ist falsch und korrupt,deswegen bin ich liebend gern ein nichtwähler geworden!
wall-e, 31. 01. '12 18:44
@wheinz
Ich möchte Sie als Nichtwähler werben.
Was halten Sie davon, bei der nächsten Wahl so was in der Art wie ' Euch kann man nicht wählen' auf den Wahlzettel zu schreiben.

Ich denke, 'nicht' wählen zu gehen ist auch nicht richtig. Irgendwie sollte man schon zu erkennen geben, dass man ja möchte; aber einfach keine perspektive hat. Somit kann auch niemand vorhalten, sich nicht zu interessieren oder den kleinen Aufwand gescheut zu haben.


Ich gehe auf jeden fall; aber mein Zettel ist sicher nicht gültig. Wen sollte man auch Wählen?
wall-e, 31. 01. '12 12:30
OK; Und was ist daran neu?
Die werden sich nie einigen.
Um sich einigen zu können, bedarf es dem Bewusstsein etwas verändern zu wollen.

Frage: Wollen unsere Politiker etwas verändern?

Es geht aus Farbgründen schon nicht. Noch so Gute Ideen einer Partei oder eines 'Parteifreundes' werden, selbst wenn man als Politiker dem persönlich zustimmt, abgeschmettert. Entweder weil man sich die Blöße nicht geben möchte nicht so intelligente (bei Politikern ein Wiederspruch in sich) zu sein, oder weil es ganz einfach nicht ins das 'Parteischema' passt.

Die Interessen des 'Volkes' interessieren doch in Wirklichkeit keinen mehr von da oben. Eigentlich sollte es da unten heißen. Denn noch weiter runter geht’s mit denen doch gar nicht mehr.

Da verwundet es nicht, das 'Politiker' fast schon ein Schimpfwort ist.
brabus, 31. 01. '12 11:56
Verhandlungen
Wie sollen Leute, die absolut keine Ahnung davon haben was wirklich sinnvolle Maßnahmen zur Eindämmung von Neuschulden und Abbau von Altlasten sind, zu einer Lösung im Zuge von Verhandlungen kommen ? Man sehe sich nur die einzelnen Vorschläge an, die flatulenzartig somanchem dieser Volksvertreter entfleuchen. TU UNFELIX AUSTRIA!
kickoff, 31. 01. '12 11:28
Herr Spindelegger!
Wenn man bei Verhandlungen bestimmen will, wo es entlang geht, dann muss man halt Stärkster, sprich Kanzler werden. Davon sind Sie mit Ihrer schwarzen Riege aber soweit entfernt, wie der Mond von der Sonne wenn man Umfragen glauben darf. Also wie hat es einer Ihrer Kollege einmal formuliert: "Hände falten, Goschen halten!" Dem füge ich nichts mehr hinzu
DKNY2009, 31. 01. '12 19:18
@kickoff
...lass Deinen Kanzler mal was Quaaaaaacken...
humanicos, 31. 01. '12 11:24
es geht nichts weiter
Die ÖVP sagt es geht nichts weiter und blockiert jeden Vorschlag der nicht von ihren gescheiten Leuten kommt! (Neugebauer usw)