Autoversicherungen
Kfz-Steuerschlupfloch
- Immer mehr Autobesitzer melden Fahrzeuge steuerschonend im Ausland an

Die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges ist teuer und auch die dazugehörige Versicherung kostet. Daher melden einige findige Autobesitzer ihre Autos steuerschonend im benachbarten Ausland an, um weniger Prämie für die Kfz-Versicherungen zahlen zu müssen. Diese Fahrzeughalter nimmt derzeit die heimische Finanz ins Visier und startete deshalb eine Aktion scharf gegen die Steuersünder.
"Wir gehen davon aus, dass es rund 10.000 Verdachtsfälle gibt", sagte Günter Redtenbacher von der Großbetriebsprüfung in Linz der Tageszeitung "Kurier". Bei "eindeutigem Sachverhalt" werden die Kennzeichen abgenommen.
Bei einem Hauptwohnsitz in Österreich geht die Finanz trotz ausländischen Kennzeichens davon aus, dass der dauernde Standort des Fahrzeugs in Österreich ist. Das bedeutet auch österreichische Steuerpflicht. Seit Beginn des Vorjahres gibt es laut Redtenbacher eine Finanzpolizei, die sich um derartige Fälle kümmert. Diese dürfe bei Verdacht sogar ohne Durchsuchungsbefehl Garagen betreten.
Im Ausland ist die Autoanmeldung oft billiger, so gibt es beispielsweise in Deutschland keine NoVa, auch die Kfz-Steuer ist dort viel niedriger.
