US-Wahl 2012
Ton wird immer rauer
- TV-Debatte: Romney und Gingrich prangern sich gegenseitig an

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In der US-Präsidentschaftsvorwahl wird der Ton immer rauer: Eine gute Woche vor der wichtigen Vorwahl in Florida lieferten sich die beiden Spitzenreiter Mitt Romney und Newt Gingrich bei einer Fernsehdebatte einen heftigen Schlagabtausch.
Multimillionär Romney ging gegen den früheren Parlamentspräsidenten massiv in die Offensive und warf ihm vor, er habe sein Amt "in Schande" aufgeben müssen und jahrelang als Lobbyist in Washington die Fäden gezogen. Gingrich hielt seinem Rivalen im Gegenzug vor, mit seinen Angriffen "die schlimmste Art von trivialer Politik" zu betreiben. "Ich werde den Abend nicht damit verbringen, hinter Romneys Falschinformationen herzurennen", sagte Gingrich bei der TV-Diskussion in Tampa.
Millionen für Lobby-Tätigkeiten?
Romney warf seinem schärfsten Konkurrenten zudem vor, vom inzwischen verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Freddie Mac als Lobbyist 1,6 Millionen Dollar an Honoraren eingestrichen zu haben. Freddie Mac spielte bei Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes eine zentrale Rolle. Gingrich wies den Anwurf zurück und bestand darauf, er sei für Beratungstätigkeit als Historiker bezahlt worden sei.
Nach heftiger Kritik von seinen Rivalen hat Romney am Dienstag seine Steuererklärung veröffentlicht. Wie die "Washington Post" berichtet, stellte der Republikaner dem Blatt Informationen über seine Einkünfte aus den vergangenen beiden Jahren zur Verfügung. Demnach nahm er 2010 insgesamt 21,7 Millionen Dollar (16,7 Mio. Euro) ein, bezahlte dafür aber nur 13,9 Prozent Steuern. Im vergangenen Jahr betrug sein Einkommen 20,9 Millionen Dollar - bei erwarteten Steuerabgaben in Höhe von 15,4 Prozent.
Offenes Rennen
Seit einem Überraschungssieg des Ex-Parlamentspräsidenten bei den vorangegangen Vorwahlen in South Carolina am Samstag ist wieder völlig offen, wer im November gegen Präsident Barack Obama antritt. Zuvor galt Romney als klarer Favorit. Ein von der Polit-Webseite realclearpolitics.com ermittelter Durchschnitt jüngster Umfragen sieht den Ex-Gouverneur von Massachusetts bei knapp 30 Prozent, Gingrich bei 23 Prozent. Bei der Wahl in Florida liegen beide praktisch gleichauf.
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