WKR-Ball

vonapa/red
Freitag, 27. Jänner 2012

Aufmarsch am Heldenplatz

  • Demonstranten blockieren Burschenschafter-Bus. Strache betritt Hofburg unbehelligt.
 

In der Wiener Hofburg findet der umstrittene Ball des Wiener Korporationsrings statt. Dies ausgerechnet am 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, weshalb sich rund um den Austragungsort laut Polizei rund 2.500 Demonstranten versammelten. Es kam dabei zu kleineren Zwischenfällen. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache konnte den Burschenschafterball unbehelligt erreichen, er hielt später die Eröffnungsrede. Die Demo löste sich am späteren Abend auf.

Der Ball lief mit Verzögerungen an, denn die Besucher hatten aufgrund der Gegendemo Probleme, überhaupt zur Hofburg zu gelangen. In der Herrengasse hinderten Aktivisten etwa Burschenschafter-Busse am Weiterfahren. Die Ballgäste wurden daraufhin von der Polizei aus dem Bus geholt und zur Veranstaltung eskortiert. Die Stimmung ließen sich die Ballbesucher dadurch aber nicht trüben.

Freiheitliche Prominenz am Ball
Unter den Gästen fand sich zahlreiche freiheitliche Prominenz, allen voran FPÖ-Chef Strache, der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf und der Wiener Klubobmann Johann Gudenus. Sie zeigten sich über die heftige Kritik am Burschenschafterball einmal mehr befremdet. Geladen waren zum Event auch mehrere Vertreter der europäischen Rechten.

Beim Blick ins Ballprogramm führte ÖVP-Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle das "akademische Ehrenkomitee" an, dies allerdings nur auf dem Papier. Töchterles Sprecherin zeigte sich über seine Nennung überrascht und erklärte gegenüber der APA: "Das ist ganz bestimmt nicht die Intention des Ministers." Man werde deshalb "umgehend" klären, wie er auf diese Liste gekommen sei, hieß es.

Die Kundgebung am Heldenplatz war am späteren Abend zu Ende, einzelne Aktivistengruppen befanden sich laut Polizei noch am Ballhausplatz. Die Teilnehmerzahl divergierte zwischen Veranstalterangaben - sie sprachen in Aussendungen von 8.000 bis 10.000 - und Polizei - demnach 2.500 - recht stark.

27.1.2012 22:57
Autor:apa/red
stabilis, 27. 01. '12 21:50
Es wird endlich Zeit das dieses Verbotsgesetz aufgehoben wird....
....weil erst dann ist es endlich möglich, offen über rechte und linke Themen zu diskutieren!

Dieses ewige Verbot mystifiziert die Rechten viel mehr als sie es Wert sind und ist ein Werkzeug der nicht minder schlechten Linken dauernd "draufzuhauen".

Die Linken sollten mal überlegen wieviele Menschen das linke System ermordet hat, dann kommen sie selbst drauf das es keinen Deut besser ist als das Rechte System.

Fazit: offen diskutieren und sich in der politischen Mitte treffen, dort wo Vernunft und die Zukunft liegen sollten!