Vorschlag von Mikl-Leitner

vonapa/red
Montag, 23. Jänner 2012

Eisenbahner zur Polizei?

  • Innenministerin drängt auf Dienstrechts-Änderung. Bures verärgert

 

In den Verhandlungen um das Sparpaket dürften die ÖBB zum größten Streitpunkt in der Regierung werden. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will nun das Projekt, nicht mehr benötigte Eisenbahner im Sicherheitsbereich einzusetzen, neu beleben. Dazu brauche es "nur eine lapidare Dienstrechtsänderung", sagt die ÖAAB-Chefin in einem Interview. SPÖ-Verkehrsministerin Bures zeigt sich über den Vorschlag empört.

Geht es nach Mikl-Leitner, sollen die Eisenbahner künftig bei der Polizei und in der Justiz eingesetzt werden. "Es ist doch frustrierend, wenn jemand zum Nichtstun verdammt ist", begründet die Innenministerin ihren Vorschlag.

Nach einem ähnlichen Modell haben sich bereits rund 300 Postbeamte umschulen lassen und sind nun für das Innenministerium tätig, 25 frühere Telekom-Mitarbeiter arbeiten bei der Justiz. Allerdings hat es einen ähnlichen Anlauf auch bei den ÖBB bereits gegeben: Justizministerin Karin Gastinger (F/B) wollte 2005 200 ÖBB-Mitarbeiter zum Wechsel in die Justiz bewegen - tatsächlich gekommen und geblieben sind aber letztlich nach Gewerkschaftsangaben nur zwei bis drei.

Bures: "Kein guter politischer Stil"
SPÖ-Verkehrsministerin Doris Bures ist vom Vorschlag ihrer Regierungskollegin wenig angetan: "Das ist kein guter politischer Stil, wir brauchen keine Zurufe von außen", sagt Bures in der "Kronen Zeitung". Jeder solle sich um ihr eigenes Ressort kümmern, gibt sich Bures verärgert. Laut der SPÖ-Politikerin bringe der Jobwechsel keinerlei Ersparnis, weil der Lohn trotzdem noch weitere vier bis fünf Jahre bezahlt werden müsse. Mikl-Leitner sei hier offenbar "nicht am letzten Stand".

Bures verweist zudem auf den von ihr verfügten Frühpensionierungs-Stopp bei den ÖBB, der eine halbe Milliarde Euro Einsparungen bringe. Bis 2016 soll noch eine weitere Milliarde Euro eingespart werden, kündigt die Ministerin an.

23.1.2012 10:49
Autor:apa/red
Woppo, 24. 01. '12 19:55
Eisenbahner wurde mit 42 in die Pension geschickt, was war , er fing zu saufen
an,und die EHE wurde geschieden ! (obwohl er früher ein tüchtiger Mann war .) .
King_Salomon, 23. 01. '12 15:33
was für ein Unsinn - und dafür bekommen die MinisterInnen bezahlt?
Und was bitte sollen Eisenbahner bei der Polizei tun? Als "Nicht"-Polizisten werden sie sinnvollerweise vom echten Polizeikader geschnitten werden. Ich dachte bislang immer, daß der Polizistenberuf ein sehr anspruchsvoller und auch anstrengender Beruf ist. Dann kommen auf Geheiss von irgendeinem Politfritzen pensionsreife "Beamte" daher und übernehmen dann die Jobs von hochqualifizierten Vertragsbediensteten, die sich ihre Qualifikation in jahrzehntelanger Arbeit angeeignet haben. Das Chaos ist vorprogrammiert, die Polizei wird noch weiter darunter leiden, die Sicherheitssituation in Österreich wird sich weiter verschlechter. Was für ein Unsinn! wer stoppt endlich diese verrückten PolitkerInnen?
pusher23, 23. 01. '12 19:27
Re: was für ein Unsinn - und dafür bekommen die MinisterInnen bezahlt?
Wenn die werte Frau Mikl-Leitner den Mund aufmacht kommt leider meist Blödsinn heraus. Und das schreib ich nicht weil ich einfach meinen Senf dazugeben muss sondern weil ich es wirklich genau so meine.
umaxfriend, 23. 01. '12 22:03
Re: was für ein Unsinn - und dafür bekommen die MinisterInnen bezahlt?
Informieren macht KLÜGER!
Als nicht Polizisten werden Sie vom echten Polizekader geschnitten? Dann ist der aber selber Schuld. Die "ÖBBler" werden niemals "echte" Polizeiarbeit leisten, vielmehr ist es (Oder sollte es sein) ihre Aufgabe die Beamten der Sicherheitswache von administrativen Aufgaben zu entlasten und so mehr "echte" Polizisten für die Straße freizubekommen. Ebenso geht es hier um die aufstockung und nicht den austausch von Personal, d.h niemand wird seinen Job verlieren.

UND es geht her um um Pragmatiesierte ! Öbbler die momentan bezahlt werden müssen obwohl die ÖBB keine Verwendung mehr dafür hat - die meisten gehen also "spazieren" - und dass bei vollem! Gehalt.
WAS IST SO SCHLIMM daran sie wieder einsetzen zu wollen ? immerhin werden sie ja auch BEZAHLT!
christian95, 23. 01. '12 14:03
Kennt jemand andere Zahlen?
Lediglich 6 % ihres Einkommens erwirtschaften die Bauern selber, der Rest sind Förderungen.
Für jeden Euro den sie erwirtschaften gibt es € 15 Förderungen!

Bei der ÖBB sind es für einen erwirtschafteten Euro über 25 Euro vom Steuerzahler.