Reiseinformation

vonBundesministerium/red
Donnerstag, 19. Jänner 2012

Äthiopien kein Reiseland

  • Nicht nur für den Ort der aktuellen Touristen-Entführung gibt es eine Reisewarnung

 

Äthiopien ist - wenn überhaupt - ein Reiseland für Extremtouristen. Für Menschen, die Stempel aus den unbereisbaren Ländern der Erde sammeln. Wer in den ostafrikanischen Staat fährt, muss sich bewusst sein, dass er einer der zehn ärmsten Länder der Welt ist. Neben Entführungen drohen hier Terroranschläge, Überfälle, verminte Straßen und viele andere Gefahren, die einen entspannten Urlaub unmöglich machen. Eine Reisewarnung.

Zu den Hauptproblemen des ostafrikanischen Staats gehören eine politisch instabile Lage, drohende Kriege, militärische Überfälle und die stets drohende Hungersnot durch Dürren.

Partielle Reisewarnung
Laut Außenministerium besteht eine partielle Reisewarnung für die Regionen Somali und Afar (inklusive Danakil-Senke), allgemein ist die Lage in Äthiopien sehr instabil. Besonders unsicher ist Reisen in der Region Somali (Kämpfe zwischen Rebellengruppen und dem Militär, Bombenexplosionen). Im Grenzgebiet zu Somalia besteht außerdem das Risiko von Entführungen. Von Reisen in die Region Afar, insbesondere von Reisen in die Danakil-Senke, wird aus Sicherheitsgründen abgeraten, da mit weiteren Zwischenfällen und Entführungsversuchen gerechnet werden muss. Sollten Reisen dorthin trotzdem unternommen werden, ist dies unbedingt mit einem professionellen Reiseunternehmen in Begleitung einer Militäreskorte zu tun.

Die Grenze zu Eritrea ist weiterhin gesperrt, die Lage im Grenzgebiet ist in Folge der Beendigung der UN-Beobachtermission UNMEE angespannt. Vor der akuten Minengefahr bis 80 km innerhalb der Grenze wird nochmals ausdrücklich gewarnt. Mit vermehrten Sicherheitskontrollen in dieser Region muss gerechnet werden.

In den Grenzgebieten zu Kenia und dem Sudan sind bewaffnete Oppositionsgruppen und Banditen aktiv, es kommt auch immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den dort ansässigen Volksgruppen. Diese Gebiete einschließlich der Region Gambella sollten gemieden werden.

Nicht die ersten Entführungen
Am 2. März 2007 wurden in der Danakil-Senke (Region Afar nahe der Grenze zu Eritrea) bereits europäische Bürger entführt, und auch im Jahr 2008 gab es Überfälle auf Reisegruppen.

Weiterführender Link:
Ausführliche Reiseinformation zu Äthiopien


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19.1.2012 14:33
Autor:Bundesministerium/red