Telekom-Affäre

vonred
Donnerstag, 19. Jänner 2012

Hocheggers Liste

  • NEWS: Rote und schwarze Politiker auf der Payroll des Lobbyisten

 

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe über die intensiven Geschäftsbeziehungen des Lobbyisten Peter Hochegger zum SPÖ-Infrastruktursprecher Kurt Gartlehner und zum FCG-Telekom-Betriebsrat Franz Kusin in der Causa Telekom.

Hocheggers Aufträge von der Telekom umfassten u.a. Lobbying für eine Beamtenagentur und Personalflexibilisierung, Preiskonsolidierung der Tarife, Lobbying für Ausschreibungen.

Den Ermittlern liegt nun der gesamte Email-Verkehr zwischen dem SP-Mann Garlehnter und Hochegger bzw. dessen Mitarbeitern vor. Daraus geht unter anderem hervor, dass Gartlehner eingesetzt wurde um zu erfahren ob der mit Gartlehner befreundete Telekom-Regulator Georg Serentschy diversen Projekten der Telekom ablehnend gegenübersteht. Gartlehner wurde aber auch gefragt wie er Positionen innerhalb seiner Partei einschätzt und er wurde gebeten Stimmung innerhalb der SPÖ zu machen. Gartlehner, der pro Monat 3.000 Euro erhielt, wurde auch vorab mit Informationen über Postenvergaben versorgt.

"Krasses Missverhältnis"
VP-Mann Franz Kusin, der als Personalvertreter auch Aufsichtsrat der Telekom war, erhielt wiederum bekam zwischen Juli 2007 und August 2008 von Hocheggers Firmen 138.000 Euro. Laut Ermittlern standen die Zahlungen „in einem krassen Missverhältnis“ zu Kusins Leistungen. Befremdlich scheint, dass Betriebsrat Kusin Hochegger u.a. zum Thema „neue Arbeits- und Beschäftigungsmodelle“ beriet.

Hochegger spielt Kusins Rolle in seiner Einvernahme herunter: Kusins Arbeit hätte für ihn eine „untergeordnete Bedeutung“ gehabt, er hätte Kusin „lediglich das Gefühl geben wollen, dass er auch eine Leistung erbringt, die für ihn fassbar ist.“

19.1.2012 07:19
Autor:red
LandderHämmer, 18. 01. '12 12:55
das Gefühl, dass er eine Leistung erbringt?
Das Gefühl hätte ich auch gerne gehabt! Das ist ja ein akademisches Gefühl. Soviel verdient nämlich im öffentlichen Dienst ein Akademiker mit mindestens 20 Dienstjahren in 2 Jahren . Ein komisches Gefühl hatte ich schon lange, wenn ich an Funktionäre der Personalvertretung, des Betriebsrates und der Gewerkschaft dachte. Jetzt weiß ich endlich, warum ich immer den Eindruck hatte, sie würden nur dem Herrgott die Zeit stehlen. Was denkt sich da eigentlich ein Aktionär der Telekom? Die müssen sich ja total verscheissert vorkommen. Wenn es technisch möglich wäre, würde ich mich glatt ulysses007 anschließen. Aber selbst wenn ich auswandern würde, bliebe meine Pension in Österreich steuerpflichtig, leider.
ulysses007, 18. 01. '12 12:44
...es kommt mir das Mittagessen hoch...
...ich bezahl jetzt meine Steuern nicht mehr. Ich hab die Schnauze voll. Wann gehts ab in den Bau mit diesem Gsindel
rotra, 18. 01. '12 18:31
Re: ...es kommt mir das Mittagessen hoch...
...mir auch! Aber ich glaube das von diesen Herrschaften niemand in den Bau gehen wird, sondern leider Sie,... weil Sie nämlich keine Steuern mehr bezahlen! ;-)