Telekom-Affäre
Die geheimen Financiers des BZÖ
- NEWS: Telekom unterstützte BZÖ-Wahlkampf 2006 mit 960.000 Euro

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Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass die Zahlungen der Telekom an das BZÖ weit höher ausgefallen sind als bisher bekannt. So zahlte die Telekom nicht nur 720.000 Euro über die BZÖ-nahe Projektentwicklungsagentur Schmied an das BZÖ, sondern auch 240.000 Euro für den Vorzugsstimmenwahlkampf der damaligen Justizministerin Karin Gastinger.
Als Gastinger während des Wahlkampfs aus dem BZÖ ausstieg, forderte die Partei die noch verbliebenen Telekom-Gelder für sich ein. Daraufhin wurden die Gelder über eine Scheinrechnung von jener Agentur, die den Gastinger-Vorzugsstimmenwahlkampf plante, an die BZÖ-nahe Agentur Schmied weitergeleitet.
Hälfte des Geldes für BZÖ Tirol
Wie aus den NEWS vorliegenden Ermittlungsakten hervorgeht (unter anderem packte der Werber Kurt Schmied umfassend aus), spielte der Tiroler BZÖ-Abgeordnete Klaus Wittauer (im Bild mit BZÖ-Chef Josef Bucher) die zentrale Rolle bei der Beschaffung der Telekom-Gelder für das BZÖ. Rund eine halbe Million Euro der Telekom-Gelder wurden folglich auf für den Tiroler Nationalratswahlkampf des BZÖ verwendet. Eine wichtige Rolle auf Ebene der Gastinger-Mitarbeiter spielte ihr damaliger stellvertretender Kabinettschef Norman S., der im Kabinett Gastingers für Strafrecht zuständig war.
Zudem existieren offenbar weitere BZÖ-Financiers, da weitere Gastinger-Inserate in Tageszeitungen geschalten wurden, die nicht mit dem Telekom-Geld bezahlt worden sind. Gebucht wurden diese Inserate von der Firma "mediaselect", einer Tochter der "Omnimedia", die im Eigentum von Telekom Post, PSK und Lotterien steht.
Update:
Das BZÖ bestätigt diese Geldflüsse nicht. Für das BZÖ als Partei seien diese Fakten neu, sagt der orange Fraktionsführer im Korruptions-U-Ausschuss, Stefan Petzner. Er betont, dass das BZÖ für "volle Aufklärung" stehe und daher Gastinger und Wittauer sowie alle anderen involvierten Personen in den U-Ausschuss laden wolle. Petzner spricht von "Altlasten", die mit dem BZÖ von heute nichts zu tun hätten.
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