10 Jahre Euro
10 Jahre Euro
- Die wichtigsten Etappen auf dem bisherigen Weg der Gemeinschaftswährung

Am 1.1.2012 ist es soweit: Der Euro wird zehn Jahre alt. Viele schimpfen über den Euro, einige jubeln auch. Fakt ist: Der Euro sorgt auch eine Dekade nach seiner Einführung noch für viele Diskussionen. Doch die wenigsten können sich noch an den Werdegang der Währung erinnert. NEWS.AT zeigt die lange Reise des Euro.
7. Februar 1992: Unterzeichnung des EU-Vertrages von Maastricht, der die Währungsunion bis 1999 vorsieht und Beitrittskriterien festlegt
1. November 1993: Ratifizierung des Maastricht-Vertrages. Aus den Europäischen Gemeinschaften (EG) wird die Europäische Union (EU)
Dezember 1995: Als Einheiten der neuen Währung werden Euro und Cent festgelegt
16./17. Juni 1997: Verabschiedung des Stabilitäts- und Wachstumspakts in Amsterdam. Einigung auf die "europäische Seite" für die Münzen
25. März 1998: Die EU-Kommission und das Europäische Währungsinstitut, Vorläufer der Europäischen Zentralbank (EZB), empfehlen elf Länder für den Start der Währungsunion. Draußen bleiben aus freien Stücken Großbritannien, Dänemark, Schweden sowie vorerst auch Griechenland, das die Kriterien noch nicht erfüllt
1. bis 3. Mai 1998: Ein Sondergipfel der EU gibt in Brüssel grünes Licht für den Euro. Elf Staaten - darunter Österreich - nehmen teil. Die Staats- und Regierungschefs bestimmen den 1. Jänner 1999 als Start der Währungsunion
31. Dezember 1998: Die Wirtschafts- und Finanzminister der EU legen die Umrechnungskurse des Euro zu den elf Teilnehmerwährungen endgültig fest
1. Jänner 1999: Der Euro wird gemeinsame Währung der elf Länder. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das nationale Geld bleibt noch das allein gültige Bargeld
4. Jänner 1999: An den Finanzmärkten wird der Handel mit dem Euro aufgenommen
1. Jänner 2001: Griechenland wird nach Erfüllung der Beitrittskriterien 12. Euroland-Mitglied - allerdings mit frisierten Wirtschaftskennzahlen, wie sich später herausstellt
1. Jänner 2002: Der Euro wird gesetzliches Zahlungsmittel, das Bargeld wird an die Bürger ausgegeben
1. Mai 2004: Zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum werden neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen
1. Jänner 2007: Als erster der neuen EU-Staaten wird Slowenien 13. Mitgliedsland der Euro-Zone. Ein Beitrittsgesuch Litauens wird hingegen von der EU-Kommission wegen überhöhter Inflation abgelehnt
1. Jänner 2008: Malta und die Republik Zypern führen den Euro ein. Mit den rund 400.000 Maltesern und knapp 750.000 Bewohnern von Zypern leben nun etwa 318 Millionen Menschen im Euro-Raum.
1. Jänner 2009: Die Slowakei wird 16. Mitgliedsland der Eurozone, die nun rund 330 Millionen Einwohner umfasst.
1. Jänner 2011: Estland, der nördlichste der drei baltischen Staaten, erfüllt im Gegensatz zu seinen Nachbarn Lettland und Litauen die Beitrittsbedingungen mit einem annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt und geringen öffentlichen Schulden und kann somit den Euro einführen. Der Beitritt Estlands mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern als 17. Mitglied zur Eurozone scheint vorerst die letzte Erweiterung der Eurozone gewesen sein.
31.12.2012: Nach einem turbulenten Jahr, drei Fast-Staatspleiten (Portugal, Griechenland und Italien) hat der Euro viele Turbulenzen. Ein Drittel der Österreicher glaubt, dass der Euro keinen Bestand hat und in Großbritannien kann man inzwischen Wetten abschließen, wann die europäische Währung wieder abgeschafft wird.
