Holland

vonapa/red
Dienstag, 10. Jänner 2012

Noch high bis Mai

  • Touristen-Verbannung aus Kiffer-Paradies Holland erfolgt erst im Frühjahr 2012

 

Die schlechten Nachrichten: Das Touristen-Aus für Coffeeshops und damit die Verbannung aus dem letzten Kiffer-Paradies steht unweigerlich bevor. Die Frage ist jedoch wann, denn es sieht ganz danach aus, als ob Holland im letzten Moment immer doch noch einen guten Grund findet, das umstrittene Verbot hinauszuzögern. In der Zwischenzeit wird an dem geplanten "Weedpass" gefeilt.

Der Weedpass soll ausschließlich Einwohnern der Niederlande den Kauf von Cannabis erlauben und sicher stellen, dass niemand mehr als die erlaubten fünf Gramm Cannabisprodukte pro Tag und Person kauft. Touristen können mit dessen Einführung nicht mehr in die berühmt-berüchtigten Coffeeshops, in denen verschiedene Arten von Marihuana legal erworben und sogleich konsumiert werden können. In Folge wären laut Koalitionsvertrag alle Coffeeshops - noch sind es landesweit rund 670 - gezwungen, sich in geschlossene Clubs umzuwandeln. Mitglieder dürfen nur "volljährige Einwohner der Niederlande" sein.

Bis zu vier Jahre könnten Kiffer-Touristen bleiben
Befürworter des Plans hoffen, dass dadurch Probleme mit den jährlich geschätzt 3,9 Millionen deutschen, französischen und belgischen Cannabis-Touristen gelöst werden. Die Betreiber der Haschischlokale und mehrere Stadtverwaltungen befürchten hingegen einen Anstieg des illegalen Drogenverkaufs in den Straßen und stellen sich quer. Auf diese Weise könnte das Touristen-Aus für Coffeeshops noch bis zu vier Jahre hinausgezögert werden. Ein Probedurchlauf wurde nun von Jänner 2012 auf Mai 2012 verschoben.

10.1.2012 09:09
Autor:apa/red