Theater an der Wien
Letztmals an Festwochen vermietet
- NEWS: Harnoncourt bringt Così fan tutte", Geyer will Umbau des Bregenzer Festspielhauses
Die von Konflikten begleitete jährliche Vermietung des Theaters an der Wien an die Wiener Festwochen endet 2014. Das erklärt Intendant Roland Geyer in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe. Ab 2015 wird mit dem neuen Festwochen-Chef Markus Hinterhäuser koproduziert. Geyer, der 2016 zu den Bregenzer Festspielen wechseln soll, gibt für die verbleibenden Wiener Jahre auch spektakuläre Pläne bekannt: So wird Nikolaus Harnoncourt 2014 Mozarts Così fan tutte neu herausbringen.
Weitere Schlüsselwerke Mozarts sollen dann von René Jacobs und Marc Minkowski erarbeitet werden, um das Theater an der Wien als erstes Wiener Haus für Mozart zu positionieren. Kritik übt Geyer an der Tatsache, dass die Wiener Symphoniker mit dem neuen Chefdirigenten Philippe Jordan nur Verträge für Konzerte geschlossen haben. Die Zusammenarbeit mit dem Orchester gestalte sich zusehends komplizierter, derzeit seien nur für 2012 zwei Opernproduktionen vereinbart, dann muss man weitersehen. Es wird mit den Symphonikern logistisch immer schwerer, weil sie so viele Konzerte spielen und in der Oper außerdem nicht die nötige Flexibilität haben. Wenn der Chef nicht mindestens einmal im Jahr vorn steht, fällt eine wichtige Komponente der Tätigkeit weg. Aufhorchen lässt Geyer hinsichtlich seiner Tätigkeit bei den Bregenzer Festspielen: Er zeigt sich über die Ernennung des neuen Festspielpräsidenten Metzler erleichtert, denn es stünden fundamentale Entscheidungen an, vor allem hinsichtlich eines Umfassenden Umbaus der Seebühne.. Ich brauche doch einen Vorstand, der meine Programmideen auch finanziell verantwortet. Jetzt geht es darum, dass die Seebühne bis 2015 neu konzipiert wird. Sonst sind meine Pläne obsolet. Allerdings: Der Vorstand hat mir schon vor meiner Designierung signalisiert, dass man sich um die Finanzierung kümmern wird.
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