Skigebiete

vonapa/red
Dienstag, 10. Jänner 2012

Vom "Teuerberg" nach Wenigzell

  • Pässe kosten in teuersten Skigebieten gleich fast drei Mal so viel. Ein Vergleich.
 

Die schlechte Nachricht zuerst: Für Skipässe muss man heuer durchschnittlich tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr (um 3-4%). Wer sich allerdings fleißig durch den "Tarifdschungel" der Liftbetreiber kämpft, zahlt bis zu zwei Drittel weniger. Noch eine gute Nachricht: Das Testmagazin "Konsument" hat das bereits für Sie erledigt und präsentiert Ihnen aus 100 getesteten die günstigsten und die teuersten Skigebiete Österreichs.

Wenn eine vierköpfige Familie für einen 6-Tage-Skipass statt 761 Euro woanders nur 271 Euro hinblättern muss, kann man nicht umhin, sich über den enormen Preisunterschied zu ärgern. Demnach wäre der passendere Name für den schönen Arlberg wohl eher "Teuerberg". Hier legt das beispielhafte Familienquartett für das sechstägige Wintersportvergnügen am meisten hin (761 Euro), gefolgt von Sölden (750 Euro) und Serfaus-Fiss-Ladis (700,50 Euro). Dafür wird passionierten Skifahrern in puncto Größe und Ausstattung aber auch einiges geboten. muss man hinzufügen.

Hier zahlen Sie am wenigsten
Am günstigsten kann eine Familie (zwei Erwachsene, ein Jugendlicher und ein Kind; mit allen Ermäßigungen) in Wenigzell (Steiermark) Ski fahren. Auch der Zahme Kaiser-Walchsee (Tirol), die Postalm Arena (Salzburg) und die Königsberglifte (Niederösterreich) eigenen sich für ein knappes Urlaubsbudget von bis zu 300 Euro. In diesen Gebieten muss man sich aber mit wenigen Pistenkilometern zufriedengeben.

Will eine Familie Skigebiete mit über 100 Pistenkilometern abfahren, muss sie freilich deutlich tiefer in die Tasche greifen und zwischen 658 und 761 Euro für sechs Tage hinlegen.

6 Tage, vier Personen: rund 2.000 Euro
Rechnet man zur Liftkarte noch die Kosten für Hin- und Rückreise, Quartier und Verpflegung hinzu, kommt der Skiurlaub für eine vierköpfige Familie bei sparsamer Urlaubsgestaltung auf rund 2.000 Euro, so das Testmagazin.

Spartipps für Ihren Skiurlaub:
- Familienermäßigungen beachten. Der Preis für 6-Tage-Karten im Familienpaket kann sich durch Gästekarten- und Familienermäßigung um 10 bis 15 Prozent, in Einzelfällen sogar noch mehr reduzieren. Wer Ermäßigungen in Anspruch nehmen möchte, muss die Karten für alle Familienmitglieder allerdings auf einmal kaufen und die Zusammengehörigkeit unter Umständen mit Familienpässen, Reisepässen oder Meldezettel nachweisen.
- Saisonkarten. Familien, die mehrmals pro Jahr in einer Region beziehungsweise einem Verbund Skiurlaub machen möchten, sollten vorab auch die Tarife für Saisonkarten durchforsten. Diese kommen mitunter günstiger als zwei bis drei Familienpakete für je 6 Tage.

Die vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) durchgeführte Erhebung zu 100 österreichischen Skigebieten wurde vom Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) finanziell unterstützt. Alle Details zur Erhebung gibt es auf www.konsument.at sowie ab dem 24.11. in der Dezemberausgabe des Testmagazins KONSUMENT. Sämtliche Preise gelten für die Hochsaison.

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10.1.2012 09:27
Autor:apa/red