Mietpreise
Teures Pflaster Wien
- Grenze von 13 Euro pro Quadratmeter überschritten: Wohnen wird immer teurer

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Mieten in Hongkong und London am teuersten
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Vermieter berechnen unbegründet Zuschläge
Die Mietpreise in Wien steigen unaufhaltsam. Erstmals kosten die Mieten im Schnitt mehr als 13 Euro pro Quadratmeter. Nachdem die Mieter für Heiz- und Stromkosten tiefer in die Tasche greifen müssen, explodieren auch die Mietkosten.
Gleich mehrere Gründe für den merkbaren Anstieg der Mietpreise in Wien machen die beiden Immobilienexperten Bernd Gabel-Hlawa und Benedikt Gabriel vom Portal FindMyHome.at verantwortlich. "Die Immobiliensuchenden sind aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage vermehrt an Mietobjekten interessiert und möchten ihr Kapital nicht fix binden. Der Hype um Investitionen in Eigentumsimmobilien hält weiter an, jedoch mangelt es mittlerweile im mittlere
Altbauwohnungen sind gefragt
Insbesondere Altbauobjekte, die sich seit vielen Jahren als überdurchschnittlich wertstabil erwiesen, sind Mangelware, sowohl im Eigentums- als auch im Mietsegment. In gehobenen Lagen ab Vier-Zimmer-Wohnungen sowie bei klassischen Studentenwohnungen gibt es aktuell zu wenige Mietimmobilien. Zudem spielt auch die Inflation mit", erklären Gabel-Hlawa und Gabriel anlässlich der Veröffentlichung des Immo-Barometers für das dritte Quartal 2011. Der Preis für Mietobjekte stieg im letzten Quartal um 0,9 Prozent und seit Jahresbeginn um zwei Prozent. Somit hat er erstmals die Grenze von 13 Euro pro Quadratmeter durchbrochen. Weitere Preissteigerungen schließen die beiden Immobilienexperten nicht aus.
Preis für Eigentumsimmobilien wächst langsam
Etwas ruhiger entwickelt sich der Markt für Eigentumsimmobilien. Diese sind seit Jahresbeginn um nur 0,6 Prozent auf einen Durchschnittspreis von 3.345 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Im letzten Quartal kam es sogar zu einem minimalen Rückgang der Eigentumspreise von 3.366 um 21 Euro pro Quadratmeter. "Während Mietwohnungen nach wie vor Mangelware sind, kam es am Eigentumsmarkt nach einer sehr dynamischen Entwicklung zu einer kurzzeitigen Beruhigung. Wir erwarten für das letzte Quartal jedoch erneute Preissteigerungen", bilanzieren Gabel-Hlawa und Gabriel.
Innerhalb des Gürtels wird es richtig teuer
Als Preistreiber erweisen sich vor allem Mietobjekte innerhalb des Gürtels. Hier liegt der durchschnittliche Mietpreis bei 14,41 Euro und damit 10,3 Prozent über dem restlichen Stadtniveau. Sehr hohe Preise erzielen auch Objekte in den klassischen Nobelbezirken wie Döbling (16,53 Euro) oder Hietzing (14,18 Euro) und Währing (16,44 Euro). Zudem steigen die Preise in einigen Stadtlagen aufgrund des zügigen U-Bahn-Ausbaus, der als wesentliches Lagekriterium Einfluss auf die Bewertung der Immobilien nimmt. Schlusslichter im Preisranking bleiben Favoriten mit 8,38 Euro und Simmering mit 8,65 Euro pro Quadratmeter.
