Scheidung
Woran Ehen scheitern
- "Auf Immer und Ewig" war einmal. Die häufigsten und bizarrsten Trennungsgründe

Man steht vorm Altar (oder einem Standesbeamten) und denkt, man geht einen Bund für den Rest seines Lebens ein. Ein paar Jahre später folgt dann immer öfter das böse Erwachen: Die Beziehung liegt in Trümmern.
Die Gründe für Scheidungen sind oft ganz schön bizarr. So hat etwa ein 67-jähriger Ehemann in Texas die Scheidung eingereicht, weil seine Frau, die das gemeinsame Vermögen verwaltete, sich weigerte, ihm ein neues Gebiss zu zahlen. Stattdessen sollte er ihre falschen Zähne benutzen. Sie begründete die Weigerung mit: "In deinem Alter lohnt sich so eine Ausgabe nicht mehr!" In München landete wiederum eine Ehe vorm Richter, weil eine Frau ihren Mann bis zu 8 Stunden ans Bett fesselte, wenn dieser ihr kein Geld geben wollte. Äußerst skurril: Eine Ehe in London scheiterte daran, dass die Frau sich weigerte, ihr Parfum zu wechseln, obwohl der Duft bei ihrem Ehemann Brechreiz auslöste.
Ganz offensichtlich, diese Trennungsgründe sind wohl Einzelfälle. Aber es gibt auch Anlässe und Umstände, die sich in einer Vielzahl der gescheiterten Ehen finden lassen. Laut einer Untersuchung, die Autorin Nina Schumann in ihrem Buch "Alles, was man über Männer wissen muss" (erschienen im mvg Verlag, Softcover, 17,50 ) anführt, ist der überraschende Top-Trennungsgrund bei Männern das Fehlen von Geld. Gleich 53% machen diesen Umstand für das Schiefgehen der Beziehung verantwortlich. Bei Frauen sieht das Ganze übrigens anders aus: Da steht die nicht mehr vorhandene Liebe bei 61% der Befragten an erster Stelle.
Natürlich ist es meist nicht nur eine einzelne Komponente, die eine Ehe zu Bruch gehen lässt. Bei Männern oft mit dabei: Schlechter Sex (51%), eine untreue Ehefrau (48%), weil sich die Liebste stark verändert hat (42%) und weil ihr nur noch die Kinder wichtig sind (38%). Frauen führen eher andere Gründe an: Weil er sich gehen lässt (52%), weil er geizig ist (42%), weil er sie betrügt (37%) oder weil sie sich in einen anderen Mann verliebt haben (24%). Interessant: Schlechter Sex - bei Männern immerhin der zweitwichtigste Grund - kommt in den weiblichen Top 10 gar nicht vor.
Vielleicht würde sich ja so manche Ehe mit der Hilfe eines Paartherapeuten retten lassen? Aber auch hier schlägt die geschlechtsspezifische Keule zu: Eine Umfrage von Parship zeigt, dass Männer von dieser Art der Beziehungsrettung großteils nichts halten. Sie scheuen den Gang zum Psychologen leider wie der Teufel das Weihwasser. Nur 14% würden demnach einen Therapeuten aufsuchen und 62% sitzen Streits lieber aus - bis es dann oftmals leider zu spät ist...
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