Portia de Rossi
Schlank bis in den Tod
- Buchtipp der Woche: "Das schwere Los der Leichtigkeit" - schonunglos ehrlich

·Neues aus Zamonien
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In Ally McBeal brachte sie die Menschen zum Lachen. In ihr drinnen sah es ganz anders aus. Die Schauspielerin Portia de Rossi kämpfte ihr halbes Leben lang mit ihrem eigenen Körper - und wog irgendwann nur noch 38 Kilo. In "Das schwere Los der Leichtigkeit" stellt sie sich schonungslos ehrlich ihren Dämonen.
Wieder mal eine Starbiografie, könnte man sich auf den ersten Blick denken. Wieder mal ein schockierendes Detail aus einem Promi-Leben, mit dem eben dieser Promi ein wenig in die Schlagzeilen möchte. Lesenwert? Eher selten. Diese Klischees treffen zwar auf die Mehrheit der autobiografischen Starwerke zu, nicht aber auf "Das schwere Los der Leichtigkeit" von Portia de Rossi.
Nur noch Haut und Knochen
Die Schauspielerin schildert auf 332 bewegenden - aber auf keinen Fall gefühlsduseligen - Seiten, wie die Magersucht viele Jahre ihres Lebens beherrscht hat. Mit 12 Jahren fing alles an, der Schlankheitswahn in Hollywood machte alles nur noch schlimmer, bis Portia schließlich nur noch aus Haut und Knochen bestand. 38 Kilo war das alamierende Mindestgewicht zu ihren schlimmsten Zeiten.
"Für Ellen, die mir gezeigt hat, was Schönheit ist"
Fast hätte die Krankheit der Australierin das Leben gekostet. Doch Portia kriegte die Kurve. Nicht zuletzt durch ihre Liebe zu Ellen de Generes, der sie "Das schwere Los der Leichtigkeit" gewidmet hat. Darin schildert sie ruhig, unaufgeregt, aber umso berührender und schonungsloser, wie die Krankheit ihr Leben beherrscht hat. Portia de Rossi ist damit ein Buch gelungen, das nicht nur für Betroffene oder Fans lesenswert ist, aber das vor allem Menschen, die mit ihrem Körper auf Kriegsfuß stehen, eine Stütze sein wird.
Service:
Portia de Rossi, "Das schwere Los der Leichtigkeit"
332 Seiten, Hardcover, mvg Verlag
EUR 20,60
ISBN 978-3-86882-238-0
Link: "Das schwere Los der Leichtigkeit" beim mvg Verlag
