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Meischberger kassierte mit
- Telekom: Hochegger nennt Meischberger als Subauftragnehmer für 900.000 Euro

·Meischberger kassierte
Telekom: Hochegger nennt Meischberger als Subauftragnehmer für 900.000 Euro
·Schwieriges Jahr
4,5 Prozent weniger Erlöse im ersten Halbjahr. Mehr Kunden, weniger Umsatz
·Teures Nachspiel
Aufsichtsrat erhöht Druck: Ex-Vorstandsmitglieder werden auf Schadenersatz verklagt
Brisante Details in der Telekom-Affäre enthüllt das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Hochegger hat laut NEWS vorliegenden Unterlagen bei seiner Einvernahme gegenüber der Staatsanwaltschaft angegeben, dass Walter Meischberger bei den Telekom-Aufträgen als "Subauftragnehmer" tätig war und insgesamt ca. 900.000 Euro an Meischberger geflossen sind. Meischberger bestätigte diese Tätigkeiten für die Telekom Austria gegenüber NEWS.
Konkret geht es um jene 16 Aufträge der Telekom Austria an die Firmen des früheren PR-Beraters und Lobbyisten Peter Hochegger, die ein Auftragsvolumen von rund 9,06 Millionen Euro umfassen und die im Telekom-internen Revisionsbericht als fragwürdig und ohne erkennbare Gegenleistung bezeichnet werden.
Das war ganz normales Lobbyinggeschäft, nichts Besonderes, erklärte Meischberger gegenüber NEWS. Er bestätigte den Zeitraum von 2004 bis 2008, in denen er für die Telekom Austria tätig war. Allerdings nie direkt: Mein Verhältnis mit der Telekom Austria war immer nur ein indirektes über die Firmen von Peter Hochegger, so Meischberger zu NEWS. Von einer möglichen Aktienmanipulation habe er nichts gewußt. Dort wo jetzt die Kernvorwürfe auftauchen, war ich nie dabei, erklärt Meischberger gegenüber NEWS. Hochegger hatte angegeben, Meischberger, der damals als bester Freund von Finanzminister Grasser gegolten hatte, aufgrund der guten Kontakte zur schwarz-blauen Regierung eingesetzt zu haben. Der Telekom sei der Zugang zur Regierung wichtig gewesen.
Hochegger und Meischberger hatten rund zehn Millionen Euro an Provision beim Verkauf der Buwog kassiert. Gegen die früheren Geschäftspartner laufen deshalb Ermittlungen. Ebenfalls ermittelt wird derzeit laut NEWS-Informationen rund um die Veräußerung des früheren Telekom-Gebäudes in der Nordbergstrasse 15, das um rund 45 Millionen Euro verkauft wurde. Bei diesem Deal hatte Meischberger 708.000 Euro an Provision kassiert und später in einem abgehörten, inzwischen zur Kabarettnummer gereiften Telefonat nachgefragt Wo woar mei Leistung. Gegenüber NEWS sagte Meischberger jetzt, dass dieses Geschäft nichts mit Hochegger zu tun hatte.Auch ehemalige Telekom-Spitzenmanager werden derzeit zu diesem Immobiliengeschäft einvernommen.

