Terror in Norwegen
Wahl ohne Kampf
- Parteien wollen Veranstaltungen vor der Regionalwahl stark einschränken

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Mehrere Pannen bei Schlauchboot-Einsatz führten zu erheblichem Zeitverlust.
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Mutmaßlicher Attentäter soll sein Massenmorden auf Kamera festgehalten haben
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Rauschmittel in Blutproben von Doppelattentäter Breivik nachgewiesen
·Game Over in Norwegen
Handel nimmt nach Terroranschlägen "Gewalt-Computerspiele" aus den Regalen
Die norwegischen Parteien wollen den Wahlkampf für die am 12. September anstehenden Regionalwahlen stark einschränken. Grund dafür sind die Terroranschläge vom 22. Juli. Sämtliche Parlamentsparteien einigten sich darauf, bis zum offiziellen Wahlkampfauftakt kommenden Samstag überhaupt keine politischen Diskussionen und danach einen betont gemäßigten Wahlkampf führen zu wollen.
Ministerpräsident Jens Stoltenberg kündigte an, sich persönlich überhaupt erst ab 21. August ins Wahlkampfgeschehen einmischen zu wollen. Bis dahin sollten alle Opfer der beiden Anschläge beerdigt und die Trauerfeierlichkeiten abgeschlossen sein. Am 21. August ist ein nationaler Gedenktag an die 77 Toten der Anschläge geplant.
Die Sozialdemokraten, deren Jugendlager auf der Insel Utöya das Ziel des mutmaßlichen Massenmörders Anders Behring Breivik war, hatten ursprünglich den Wahlkampfbeginn generell auf die letzte Augustwoche aufschieben wollen. Die Verhandlungen mit den anderen Parteien endeten jedoch mit einem Kompromiss. Man einigte sich darauf, den Wahlkampf regionaler, ruhiger und mit weniger harter Rhetorik ausgestattet zu führen.
Die Sozialdemokraten erlebten in Meinungsumfragen nach den Anschlägen einen starken Aufschwung und liegen derzeit landesweit bei rund 40 Prozent. Die Unterstützung der Rechtsparteien ging dagegen leicht zurück.
