Albert & Charlene
Jawort in Monaco
- Tausende Gäste wohnten der prächtigen, doch etwas kühlen Zeremonie bei
·Erste Ehekrise?
Mehr als ein Gerücht: Fürst Albert steht nun ein weiterer Vaterschaftstest ins Haus
·Familiäres Fest
Alberts Schwestern sind überglücklich: Endlich ist ihr Bruder unter der Haube
·Kleines Hoppala
Prinz sorgte mit Sturz für kurzen Schock-Moment und zahlreiche Lacher
·Endlich verheiratet!
Zeremonie am Standesamt: Albert machte seine Charlene offiziell zur Fürstin
·Die Bussi-Offensive
Beim Hochzeitsauftakt knutschen Charlene und Albert böse Gerüchte einfach weg
·Mehr uneheliche Kids?
Fürst Albert weiß von weiteren Anfragen auf Anerkennung der Vaterschaft
Gemeinsam mit tausenden Gästen hat das Fürstenpaar von Monaco seine kirchliche Hochzeit gefeiert. Fürst Albert und die aus Südafrika stammende Ex-Schwimmerin Charlene gaben sich am Samstag bei einem Gottesdienst im Ehrenhof des Palastes das Ja-Wort. Mit einem Lächeln und einem tiefen Nicken sagte die 33-jährige neue Fürstin des Mittelmeerstaates "Oui" zu dem früheren Playboy und eingefleischten Single. Überschattet wurde die an sich sehr stimmige Zeremonie durch Gerüchte über eine erste Ehekrise des Paares.
Zu Beginn der Zeremonie unter freiem Himmel führte Charlenes Vater die Braut zum Altar. Als sie dort neben Albert II. Platz nahm, nahm der 53 Jahre alte Staatschef die Hand seiner 20 Jahre jüngeren Frau. Auf die Frage von Monacos Erzbischof Bernard Barsi, ob sie sich die Treue versprechen "bis der Tod euch scheidet", sagten beiden "Ja". Anschließend tauschten Albert II. und Charlene ihre Ringe aus Platin und Weißgold von Cartier. Dazu sang die südafrikanische Sängerin Pumeza Matshikiza ein Hochzeitslied aus Charlenes Heimatland.
Die Schwestern des Bräutigams, Caroline und Stéphanie von Monaco, kamen mit ihren Kindern und saßen in der ersten Reihe. Prinzessin Carolines Ehemann, Ernst August Prinz von Hannover, war nicht zu sehen, dafür aber seine Söhne Ernst August und Christian Heinrich.
Kleid von Armani
Die Braut, die mit der standesamtlichen Hochzeit am Vortag zur Fürstin des Mittelmeerstaates geworden war, trug bei der kirchlichen Trauung ein schmales, weißes Kleid mit einer 20 Meter langen Schleppe, das ihr der italienische Modemacher Giorgio Armani auf den Leib geschneidert hatte. Die Robe aus 130 Metern Seide war mit tausenden Kristallen bestickt. Außer ein paar Blumen im verschleierten Haar trug die frühere Leistungssportlerin aber keinen Schmuck.
Unter den zahlreichen prominenten Gästen im Ehrenhof waren der deutsche Bundespräsident Christian Wulff, Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy ohne seine schwangere Frau Carla Bruni, die schwedische Kronprinzessin Victoria und ihr Mann Daniel, Dänemarks Kronprinz Frederik mit seiner Frau Mary sowie Berühmtheiten wie der deutsche Modemacher Karl Lagerfeld und der frühere "James Bond"-Darsteller Roger Moore. Österreich war mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle vertreten. "Beeindruckend waren das Ambiente - und, aus dem Land der Musik kommend, vor allem auch der musikalische Rahmen. Ich habe als Musiker selber an vielen Messen mitgewirkt und daher einen besonderen Bezug", meinte der Ressortleiter.
Per Hybridauto durch Monaco
Nach der Zeremonie, die 3.800 der knapp 8.000 Monegassen auf einer Großleinwand auf dem eigens bestuhlten Platz vor dem Palast verfolgen konnten, fuhr das frisch getraute Paar in einem umweltfreundlichen Elektroauto durch den Stadtstaat, der in den Landesfarben Weiß und Rot geschmückt war. In der Kirche Sainte-Devote legte Fürstin Charlene ihren Brautstrauß nieder, wie die monegassische Tradition es will und wie es fünfzig Jahre vor ihr Hollywoodstar Grace Kelly bei der Hochzeit mit Fürst Rainier III. getan hatte. Der junge Chor brachte Charlene sodann zum Weinen.
Im Anschluss war ein festliches Abendessen mit rund fünfhundert Gästen im Opernhaus geplant, das der französische Sternekoch Alain Ducasse kreiert hat. Ducasse bediente sich dazu im Gemüsegarten und in den Stallungen des Fürsten - für das Eis zum Nachtisch lieferten etwa die höfischen Kühe die Milch. Später wollte das Fürstenpaar die zweitägigen Feiern zusammen mit rund zweihundert Freunden und Verwandten bei einem pompösen Ball ausklingen lassen.
"Großes Volksfest"
Albert II. und seine aus Südafrika stammende Frau hatten sich gewünscht, dass aus ihrer Hochzeit "ein großes Volksfest" werde. Nach der standesamtlichen Trauung am Freitag spendierte der Hof den Monegassen ein Fest und ein Popkonzert am Hafen - zu der Lichtshow des französischen Elektronikmusikers Jean-Michel Jarre fanden sich etwa achtzigtausend Menschen ein, mehr als doppelt so viele, wie in dem winzigen Fürstentum leben.
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